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Das Hinterlegen der ausgedruckten Parkkarte ist in Emmen seit dem 1. August 2021 nicht mehr nötig. (Bild: pbu)

Parkkarten in Emmen neu digital erhältlich

In der Gemeinde Emmen können Parkkarten für das dauerhafte Parkieren auf öffentlichem Grund seit dem 1. August 2021 digital bezogen, verlängert und genutzt werden. Der Gang zum Schalter entfällt damit, ebenso wie das physische Auflegen der Karten im Auto.

Ausdrucken, plastifizieren, gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe deponieren. Die bisherige Praxis in der doch eher umständlichen Handhabung von Parkkarten gehört in der Gemeinde Emmen der Vergangenheit an. Seit dem 1. August 2021 wird dieses Vorgehen durch eine digitale Lösung ersetzt. Neu können Parkkarten für das dauerhafte Parkieren auf dem öffentlichen Grund in Emmen bequem, zeitunabhängig und einfach via Smartphone, Tablet oder Desktop bezogen, verlängert und angepasst werden.

Dank der digitalen Parkbewilligung in Zusammenarbeit mit dem Anbieter Parkix entfällt dadurch das Ausdrucken und Deponieren der Parkkarte im Fahrzeug. Die Identifizierung erfolgt über das Kontrollschild. Bezahlt wird mit Kreditkarte, Twint oder per Rechnung.

Der Bezug von Dauerparkkarten ist damit deutlich einfacher und flexibler. Benutzerinnen und Benutzer finden auf der Webseite www.emmen.ch/parkkarten alle Informationen zu den verfügbaren Parkbewilligungen und können diese direkt bestellen. Wenige Tage vor Ablauf der Bewilligung erhalten Kundinnen und Kunden automatisch ein Erinnerungsmail zugesandt.

Die Beantragung und Verlängerung von Parkkarten am Schalter im Verwaltungsgebäude ist derweil auch weiterhin möglich. Ebenfalls behalten bereits ausgedruckte Karten bis zum Ablauf der entsprechenden Bewilligungsdauer ihre Gültigkeit und können danach online verlängert werden. Seit dem 1. August 2021 werden indes keine analogen Parkkarten mehr ausgestellt.

Digitale Parkuhren auf Schul- und Sportanlagen

Bereits im Dezember 2020 wurden die gemeindeeigenen Parkuhren etappenweise mit QR-Code-Klebern versehen, die das digitale Bezahlen via Smartphone-App ermöglichen. Autofahrerinnen und Autofahrer können die Gebühren für insgesamt über 820 öffentliche Parkplätze auf Gemeindegebiet seither zusätzlich zur Bargeldzahlung auch auf virtuellen Wegen begleichen. Mit Twint, Parkingpay und Easypark stehen dazu gleich drei Bezahlsysteme zur Wahl, die mittlerweile rege zur Anwendung kommen. So wird nach rund sechs Monaten seit der Einführung der digitalen Bezahlmöglichkeiten bereits knapp jedes vierte Parkticket in Emmen virtuell bezahlt – Tendenz weiter steigend.

Digitale Bezahlmöglichkeiten stehen ferner bald flächendeckend auf den Parkplätzen aller öffentlichen Anlagen in der Gemeinde zur Verfügung. So werden im Zuge der vom Parlament angestossenen Teilrevision des Parkplatzreglements (Geschäft 39/20) aktuell sämtliche Parkplätze auf Emmer Schul- und Sportanlagen mit zentralen Parkuhren ausgestattet. Für deren Bedienung müssen weder die Parkfeldnummer noch das Parkticket physisch hinterlegt werden. Stattdessen geben Benutzerinnen und Benutzer die Nummer ihres Kontrollschildes in die Parkuhr ein.

Wie Erfahrungen aus anderen Gemeinden zeigen, führen solche digitalen Parkuhren zu einer Effizienzsteigerung in Betrieb und Unterhalt und erleichtern zudem die Kontrolltätigkeit durch die Polizei. Weitere bestehende Parkuhren in der Gemeinde Emmen sollen denn auch mittelfristig durch digitale Parkuhren mit Kontrollschildeingabe ersetzt werden. Die neuen zentralen Parkuhren auf den Emmer Schul- und Sportanlagen stehen derweil mit Beginn des neuen Schuljahres 2021/22 seit dem 23. August 2021 im Einsatz. (pbu)

Jetzt an der Online-Umfrage teilnehmen und Einkaufsgutschein gewinnen.

Umfrage zu den Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung

Braucht es im Zeitalter der Digitalisierung noch den Gang zum Schalter? Entsprechen die angebotenen Schalteröffnungszeiten den heutigen Bedürfnissen? Zu diesen und weiteren Fragen können Einwohnerinnern und Einwohner der Gemeinde Emmen ihre Meinung bis am 31. Oktober 2021 kundtun.

Mittels einer Online-Umfrage wird die Emmer Bevölkerung aufgerufen, ihre Meinung zu den aktuellen Schalteröffnungszeiten der Gemeindeverwaltung kundzutun. Ziel der Umfrage ist es, das Angebot den Bedürfnissen entsprechend zu optimieren. Jetzt gleich die Umfrage über folgenden Button starten:

Mitmachen und Einkaufsgutscheine gewinnen

Unter allen Teilnehmenden verlost die Gemeinde Emmen 25 Gutscheine für das Emmen Center im Wert von je 30 Franken. Zur Teilnahme berechtigt sind natürliche Personen ab 18 Jahren. Pro Person ist nur eine Teilnahme möglich. Die Gewinner werden per E-Mail oder auf dem Postweg benachrichtigt. Über das Gewinnspiel wird keine Korrespondenz geführt. Der Gewinn kann nicht in bar abgelöst werden und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. (jci)

Gemeinderat Josef Schmidli begrüsst die Anwesenden und blickt auf die bisher erreichten Meilensteine. Bild unten: das Modell zum Bebauungsplan Emmenbaum Nord. (Bilder: pbu)

Bebauungsplan Emmenbaum Nord: Auftakt zur Mitwirkung

Vom 23. August bis 6. Oktober 2021 läuft die öffentliche Mitwirkung zum Bebauungsplan Emmenbaum Nord. Zum Auftakt des Mitwirkungsprozesses fand am 24. August 2021 ein öffentlicher Informationsanlass statt, an dem vertiefte Einblicke in das Bauvorhaben an zentraler Lage gewährt wurden.

Gemeinderat Josef Schmidli, Saša Subak vom Planungsbüro Metron Raumentwicklung AG und David Wyss, Raum- und Siedlungsplaner der Gemeinde Emmen, informierten die rund 20 Anwesenden über Meilensteine, Inhalt und das weitere Vorgehen des Entwicklungsprojekts. Jenen, die nicht am Anlass dabei sein konnten, sei die informative Projektwebseite unter mitwirken.emmen.ch/emmenbaum-nord ans Herz gelegt. Neben umfassenden Informationen zur geplanten Arealentwicklung findet sich dort auch ein Direktlink zur E-Mitwirkung. (pbu)

Trotz kühlen Wetters bilanzieren die Macher des ersten Openair Kinos im Mooshüsli dieses als «wunderbaren Event» und schielen bereits auf eine Fortsetzung. (Bild: zvg)

Openair Kino im Mooshüsli: To be continued ...

Während des letzten Wochenendes im August 2021 veranstaltete der Verein Zukunftsgestaltung Emmen zum ersten Mal das Openair Kino z’Ämme. Vier Filmklassiker lockten trotz des kalten Wetters Besucherinnen und Besucher ins Freibad Mooshüsli. Fazit: Es werden nicht die letzten Filmvorführungen in der Badi gewesen sein.

Das Wetter wollte nicht so recht. Gekommen sind die Gäste trotzdem. «Wäre es einige Grad wärmer gewesen, hätten bestimmt noch mehr den Weg ins Mooshüsli gefunden», resümiert Judith Suppiger, OK-Mitglied Openair Kino z’Ämme. Wer sich allerdings in die Badi gewagt habe, sei durchwegs begeistert gewesen, fügt sie an. «Unsere Besucherinnen und Besucher haben uns alle ein positives Feedback gegeben. Sie waren begeistert von der riesigen Leinwand, die für echtes Kino-Feeling gesorgt hat. Zudem wurde das schöne Ambiente in der parkähnlichen Anlage gerühmt.»

Ein multisensorisches Erlebnis

Sowieso sei dem OK ein gutes Ambiente ebenso wichtig gewesen wie die eigentlichen Spektakel auf der aufblasbaren Leinwand. «Die Zuschauerinnen und Zuschauer sollten auch wegen der Atmosphäre in die Badi kommen», betont OK-Mitglied Suppiger. Duftendes und zwischen den Zähnen knackendes Popcorn, Bier vom Zapfhahn, Begegnungen und gute Gespräche lieferten denn auch vor und nach den Filmen ausreichend ansprechende Sinneserlebnisse. Und: «100 Meter Lichtergirlanden haben die tolle Parkanlage in einen romantischen Platz verwandelt», schwärmt Suppiger.

Mit Campingstühlen und Wolldecken ausgerüstet begaben sich an den vier kühlen Abenden im Schnitt rund 60 Personen ins Mooshüsli, um bei der «Göttlichen Ordnung» mehr über das Frauenstimmrecht zu lernen, sich während «Mamma Mia» von der Musik mitreissen zu lassen oder mit den Protagonisten der Actionstreifen «The Gentlement» und «Back to the Future» mitzufiebern. Trotz des meteorologischen Spielverderbers bleibt für das OK unter dem Strich ein «wunderbarer Event» stehen. «Bei Filmende haben die Zuschauer jeweils geklatscht. Das hat mich immer sehr berührt», sagt Judith Suppiger.

Fortsetzung folgt?

Die positiven Rückmeldungen gäben Schwung für die nächste Runde. Angedacht sei, dass der Anlass abwechselnd mit dem Foodfestival «z’ämme ässe» alle zwei Jahre im Mooshüsli stattfindet, verrät Suppiger. In Stein gemeisselt ist das zwar noch nicht. Die Feuerprobe jedoch ist bestanden. Und Begeisterung, Motivation und neue Ideen für eine Fortsetzung wären seitens des OK ebenfalls vorhanden. (lbr/pbu)

Massed Band des Blasorchesters Feldmusik Neuenkirch und der Feldmusik Willisau mit über 120 Musikantinnen und Musikanten anlässlich des Musiktages 2019 im Le Théâtre, Emmenbrücke. (Bild: PD)

«Mer hend Loscht of Musig ond Fäscht»

Total 81 Musikvereine (davon zehn aus­serkantonale) haben sich für das Luzerner Kantonal-Musikfest 2022 in Emmen an­gemeldet.

Am Freitag, 10. Juni 2022, startet das Musikfest mit der grossen Festeröffnung, der Fahnenweihe der neuen LKBV-Fahne (Luzerner Kantonal-Blasmusikverband) und der Veteranenehrung. Mit einem einmaligen Gesamtchor von 500 Musikantinnen und Musikanten im Stadion Gersag soll die Eröffnung ein Höhepunkt des 30-Jahr-Jubiläumsfestes werden.

Am Samstag, 11. Juni 2022, findet das Jugendmusikfest und am 12., 18. und 19. Juni 2022 die Wettbewerbe der Erwachsenen statt.

Aufruf an alle Emmer Vereine und die Bevölkerung zur Mithilfe

Für die fünf Festtage (inkl. Auf- und Abbau) werden rund 1000 Helferinnen und Helfer gesucht. Für interessierte Vereine und Einzelpersonen findet am 18. Oktober 2021 eine Vorinformation im Betagtenzentrum Emmenfeld statt. Weitere Informationen zum Fest und zur Infoveranstaltung finden Sie unter www.musikfest2022.ch. (PD)

«Die Gedanken und Ideen von jungen Menschen zu aktuellen Themen stellen eine grosse Bereicherung dar.» – Jürgen Feigel, Leiter Bereich Gesellschaft, Gemeinde Emmen. (Bilder: lbr)

Kreativ in Richtung Respekt

Respekt – vor sich selbst, den Mitmenschen und der Umwelt. Die Fachklasse Grafik Luzern hat in einer intensiven intellektuellen und gestalterischen Auseinandersetzung mit ebendiesem Thema viele spannende Plakate erarbeitet, die auch in der Gemeinde Emmen ab Januar 2022 zu mehr Respekt auffordern sollen.

«Grab ‘em by the pussy», ist unverkennbar Donald Trumps Stimme aus dem Lautsprecher zu hören. Die Inspirationsquellen für die Plakate der Schülerinnen und Schüler sind genauso vielfältig wie die verschiedenen Aspekte von Respekt, die sie in ihren Projekten aufgreifen. «Langsam stirbt der Wald» heisst es auf einem der Plakate und es stellt damit die Folgen des menschlichen Konsums und der Klimaerwärmung in den Fokus. Ein anderes wiederum will mit einer Faust, die aus dem Smartphone ragt, auf Cybermobbing aufmerksam machen.

Respekt und Kreativität

Vor über einem halben Jahr wurden die Schülerinnen und Schüler der Grafikklassen 2A und 2B erstmals von Jürgen Feigel, Leiter Bereich Gesellschaft der Gemeinde Emmen, in das Projekt eingeführt. In der Zwischenzeit ist nicht nur ein Plakat, sondern auch eine achtseitige Zeitung zum Thema entstanden.

Das Endprodukt präsentierten sie am 5. Juli 2021 unter anderem auch Feigel, der sich von den Ergebnissen begeistert zeigt: «Es ist beeindruckend zu sehen, wie ihr euch mit dem Thema auseinandergesetzt habt, welche Gedanken und Ideen hinter euren Plakaten stecken», meint Jürgen Feigel nach der Präsentation zu den jungen Kreativköpfen und fügt zufrieden hinzu: «Respekt vor der Arbeit, die ihr geleistet habt.»

Jung viel gedacht

Im September 2021 entscheidet eine Jury über die zehn besten Plakate. Diese werden anschliessend im Januar 2022 vor der Kantonalbank in einer Vernissage präsentiert. Auch in Emmenbrücke sei mehr Respekt geboten, vor allem was das zunehmende Vandalismus- und Litteringproblem im letzten Jahr betrifft, so Feigel. «Die Gedanken und Ideen von jungen Menschen zu aktuellen Themen stellen dabei immer eine grosse Bereicherung dar», ist Feigel überzeugt. Ab Januar 2022 werden die Plakate deshalb auch in der Gemeinde Emmen darauf aufmerksam machen, wie wichtig Respekt ist und wo er im Alltag überall zum Tragen kommt. Denn wenn man genau hinsieht, wird deutlich, dass Respekt in unserer Gesellschaft ein allgegenwärtiges Thema ist. (lbr)

«Fahrtechnisch bleibt die Anlage mit den unzähligen Varianten über Jahre hinweg eine sehr interessante Herausforderung!» – Martin Siegrist, Downhill-Skateboard-Weltmeister 2004/2006/2007. (Bild: pbu)

Lang ersehnt - der Pump Park ist da

Nun ist es endlich so weit: Die letzten Bauarbeiten werden getätigt, die letzten Markierungen gemalt. Nur noch eine Absperrung trennt vom ultimativen Rollsport­erlebnis.

Wer also kaum noch darauf warten kann, auf den zahlreichen Bodenwellen seine oder ihre sportlichen Talente zu präsentieren, darf sich freuen: Der Pump Park wird am 26. September 2021 mit kleinem Tamtam offiziell eröffnet.

Auch dieses Jahr war das Glück wettertechnisch nicht auf der Seite des Vereins Pump Park. Umso grösser ist die Freude, dass das Paradies für Roll- und Radbegeisterte nach dem langen Warten endlich mit einer Eröffnungsfeier eingeweiht wird. Um 11 Uhr startet das Fest mit einer Ansprache des Initiators des Projekts, Martin Weber, gefolgt von ein paar Worten des Gemeinderats. Danach geht es mit einem nervenaufreibenden Showfahren weiter. Bei der ganzen Aufregung darf natürlich etwas zu knabbern nicht fehlen – für Verpflegung ist beim anschliessenden Apéro gesorgt. (lbr)

Freuen sich über den vollzogenen Spatenstich (v.l.): Philipp Röösli (Architekt), Jörg Schumacher (Architekt), Beat Heuberger (Projektbegleitung), John Hodel (Heimleiter), Yvonne Schärli (Präsidentin), Paul Winiker (Regierungsrat) und Thomas Lehmann (Gemeinderat). (Bild: PD)

Das Wohnheim Lindenfeld erhält einen Neubau

Am 19. August 2021 erfolgte mit dem Spatenstich der Baustart für den Ersatzneubau des Wohnheims Lindenfeld. Das neue Gebäude entsteht unmittelbar neben dem alten Heim und kostet knapp 20 Millionen Franken. Die Bauzeit wird rund zwei Jahre betragen.

«Jetzt kommt endlich der Bagger zum Einsatz.» Die Freude über den Startschuss der Bauarbeiten beim Wohnheim Lindenfeld ist Heimleiter John Hodel ins Gesicht geschrieben. Ebenso die Dankbarkeit, die er sowie Vereinspräsidentin Yvonne Schärli gegenüber den involvierten Stellen und Fachleuten mehrfach betonen. «Mit dem Spatenstich hat der Verein einen weiteren Meilenstein erreicht», sagt Schärli.

«Aus der Zeit gefallen»

Vor 44 Jahren wurde das durch einen privaten Verein geführte Wohnheim Lindenfeld eingeweiht. Das neue Gebäude entsteht unmittelbar neben dem alten Heim. Nach der Errichtung des neuen Gebäudes wird das bestehende Haus rückgebaut. Die Anzahl Plätze und die Angebote bleiben im Neubau unverändert. Der Terminplan sieht einen Bezug des neuen Gebäudes im Sommer 2023 vor. Mit dem Neubau sollen die heutigen Anforderungen an eine moderne soziale Einrichtung erfüllt werden. Die Nutzerbedürfnisse hätten sich im Laufe der Jahre verändert: «Das aktuelle Gebäude ist aus der Zeit gefallen», formuliert Yvonne Schärli im Rahmen ihrer Ansprache. Zudem sollen die Erdbebensicherheit und die Haustechnik den neuen Vorgaben entsprechen.

Der Verein Wohnheim Lindenfeld und die Angebote

Der 1974 gegründete Verein Wohnheim Lindenfeld verfügt über zwei Leistungsverträge mit dem Kanton Luzern. Im Auftrag der kantonalen Kommission für soziale Einrichtungen (KOSEG) und unter Aufsicht des Gesundheits- und Sozialdepartements (GSD) werden 32 Wohnplätze für Männer mit sozialen Schwierigkeiten und/oder psychischen oder physischen Beeinträchtigungen angeboten.

Weiter stehen im Auftrag des Justiz- und Sicherheitsdepartements (JSD) 14 Plätze für Eingewiesene aus dem Justizvollzug zur Verfügung (Halbgefangenschaft, Arbeitsexternat). Neben den stationären Justizangeboten begleitet das Wohnheim Lindenfeld auch Menschen im Wohnexternat und ist zudem Vollzugsstelle der Zentralschweizer Kantone für das Electronic Monitoring (elektronische Fussfesseln). (PD/pbu)

Luftbild des Perimeters im Meierhöfli-Quartier. (Bild: Gemeinde Emmen)

Städtebauliche Erneuerung im Meierhöfli-Quartier

Im Herzen des Meierhöfli-Quartiers wurde mit dem Abschluss einer Planungsvereinbarung und der Durchführung einer Informations- und Werkstattveranstaltung der Grundstein für eine städtebauliche Erneuerung des Areals gelegt.

Im Perimeter zwischen Seetal- und Meierhöflistrasse sowie Eschenring und Fichtenstrasse findet sich eine heterogene Struktur aus Wohnhochhäusern, Gewerbebauten und Mehrfamilienhäusern verschiedenen Alters. Mehrere dieser Gebäude werden den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Zugleich ist die zentrale und gut erschlossene Lage sowohl für Wohn- als auch für Arbeitsnutzungen besonders attraktiv.

Mehrere Grundeigentümer, darunter die Moyreal AG und die Wohnbaugenossenschaft Emmen, haben dieses Potential erkannt und beabsichtigen daher, das Areal in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Emmen zu erneuern und massvoll zu verdichten. Vor diesem Hintergrund hat die Gemeinde mit den genannten Grundeigentümern eine verbindliche Planungsvereinbarung abgeschlossen. Gemäss dem vorgeschriebenen Ablauf wurden nun in einer Verdichtungsstudie die möglichen künftigen Gebäudevolumina bestimmt sowie Aussagen zu den grundlegenden Thematiken Nutzung, Erschliessung, Parkierung und Freiraum getroffen.

Werkstattgespräche mit der Bewohnerschaft

Am 4. September 2021 lud die Wohnbaugenossenschaft Emmen die aktuelle Bewohnerschaft zum Werkstattgespräch, um gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde über das Bauvorhaben und das geplante Vorgehen zu orientieren. Der Rückbau der betroffenen Mehrfamilienhäuser wird frühestens 2027 erfolgen. Durch die etappierte Umsetzung des Bauvorhabens soll der heutigen Bewohnerschaft die Möglichkeit geboten werden, innerhalb der Siedlung in die Neubauten umzuziehen. Die heutige Mieterschaft hat Vorrang bei der Vergabe der Wohnungen. Im Anschluss an die Orientierung wurden Fragen beantwortet und mit den Teilnehmenden über deren Anliegen, Anregung und Wünsche in Bezug auf Gestaltung der neuen Siedlung diskutiert. (lmu/pbu)

Das Stöbern nach Kleidern im Secondhand-Laden ist lohnenswert - fürs Portemonnaie ebenso wie für die Umwelt. (Bild: lbr)

Ökotipp - Wohin mit alten Kleidern?

So viel vorneweg: Wenn Sie ein Kleidungsstück möglichst lange tragen, leisten Sie den grössten Beitrag zur Schonung der Umwelt. Ein neu gekauftes Kleidungsstück wird durchschnittlich viermal getragen. Deshalb ist das wichtigste Ziel: die Tragdauer verlängern.

Gehts trotzdem ans Ausmisten, fragt es sich, was mit dem nicht mehr verwendeten Kleidungsstück passieren soll. Kennen Sie Gleichgesinnte, mit denen Sie eine Kleidertauschbörse veranstalten möchten? Es gibt auch bereits bestehende Kleiderbörsen, die Sie besuchen können.

Falls Sie kreativ und handwerklich begabt sind, könnte «Upcycling» etwas für Sie sein: Dabei werden alte Kleidungsstücke in neue verwandelt oder z.B. in Taschen, Haarbänder und vieles andere umfunktioniert.

Eine weitere Möglichkeit: Geben Sie Ihre Kleider an eine Organisation weiter. An diversen Standorten in der Gemeinde Emmen finden Sie Sammelcontainer. Legen Sie die aussortierten Kleidungsstücke in einen reissfesten Plastiksack und schnüren Sie diesen fest zu und deponieren Sie ihn im Container. Sie können die Kleider auch einem Secondhand-Laden oder an einer Kleiderbörse abgeben. Gesucht sind:

  • Sommer- und Winterkleider für Frauen, Männer, Kinder und Babys
  • Schuhe (zu Paaren gebunden)
  • Hüte
  • Textilien wie Bettwäsche, Tischwäsche, Frotteewaren

Falls Sie nun fehlende Kleidungsstücke wieder ersetzen, fragen Sie sich zuerst: Muss es neu sein? Falls nicht, lohnt sich das Stöbern im Internet oder in einem der Secondhand-Läden: Auch so tragen Sie dazu bei, die Lebensdauer eines Kleidungsstücks zu verlängern. (bir)

Die Einwohnerratssitzungen werden künftig aufgezeichnet und in einem Audioprotokoll für die Bevölkerung zugänglich gemacht. (Bild: pbu)

Das Emmer Parlament im Ohr

Das Büro des Einwohnerrates führt per September 2021 ein Audioprotokoll für die Ratssitzungen ein. Dies ermöglicht nebst den Mitgliedern des Einwohnerrates auch der Bevölkerung einen neuartigen Zugang zu den Parlamentsdebatten.

Dem zugehörigen Geschäft wurde an der Parlamentssitzung vom 6. Juli 2021 einstimmig zugestimmt. Gleichzeitig wurde auf Antrag der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK) auf eine zweite Lesung verzichtet. Somit wird das Audioprotokoll des Einwohnerrates Emmen bereits bei der nächsten Sitzung am 21. September 2021 eingeführt und kann via Gemeindewebseite unter emmen.ch/protokolleuinformationen aufgerufen werden.

Vielfältige Suchoptionen

Die Parlamentsdebatten werden dadurch für die interessierte Bevölkerung einfacher und schneller zugänglich. Das Audioprotokoll verfügt über eine vollindexierte Suche. Das heisst, dass das Gesprochene erkannt wird und nach beliebigen Begriffen gesucht werden kann. Ferner kann nach Traktandum, Sprecherin, Geschäftsnummer usw. gesucht werden. Dies ermöglicht eine unkomplizierte, sitzungs- und themenübergreifende Suche.

Ergänzend zum Audioprotokoll wird neu ein schriftliches Beschlussprotokoll erstellt, um einen schnellen Überblick über die Parlamentsentscheide zu ermöglichen. Mit Einführung des Audioprotokolls nimmt die Gemeinde Emmen im Raum Luzern eine Vorreiterrolle ein und bietet damit eine neue Plattform für Bevölkerung und Parlament. (pbu)

Der Grossteil der Unterrichtszimmer im «Hübeli» wurde während der Sommerferien saniert. Die restlichen Zimmer folgen in den Herbstferien. (Bilder: zvg)

Schadstoffsanierung im «Hübeli»: Frisch ins neue Schuljahr

Alte Fussböden raus, frisches Raumklima rein: Die Schadstoffbelastung in den Räumen im Haupttrakt der Schulanlage Hübeli gehört endgültig der Vergangenheit an. Die übrigen Altlasten auf dem Areal sollen ebenfalls schon bald verschwunden sein.

Der typische «Hübeli»-Geruch ist weg. Definitiv. Nostalgische Tränen werden deswegen allerdings kaum vergossen. Nicht nur war der «Hübeli»-Geruch eher von muffigem Odeur, auch war dessen Quelle vermeintlich belastender Natur. Genauer: Mit Teeröl getränkte Kornspreu, beim Bau des Gebäudes 1967 zu schallisolierenden Zwecken im Boden geschichtet, sorgte teils für eine erhöhte Konzentration an chemischen Stoffgruppen in der Luft. Konkret: Naphthalin.

Tempi passati. Zumindest grossmehrheitlich. In einer ersten Etappe wurden während der vergangenen Sommerferien total 15 Unterrichts- und Aufenthaltszimmer im Haupttrakt der Schulanlage Hübeli saniert. Die teerölgetränkte und Schadstoffe ausdünstende Kornspreu wurde restlos entfernt und fachgerecht entsorgt, die Böden geschliffen, eingeebnet und neu bedeckt, die Zimmer gereinigt und die Wände frisch gestrichen. Zwei Räume stehen noch aus. Diese folgen in einer zweiten Etappe während der Herbstferien. Mitte Oktober 2021 werden die Sanierungsarbeiten abgeschlossen und sämtliche Räume im Hübeli-Haupttrakt schadstofffrei sein.

Neubau verdrängt Altlasten

Da die Sporthalle, das Kindergarten- und das Tagesstrukturgebäude im Rahmen des geplanten und auf die Masterplanung Schulinfrastruktur gestützten Neubauprojekts im Hübeli ohnehin rückgebaut werden sollen, ist eine entsprechende Schadstoffsanierung in diesen Trakten nicht notwendig. Sowieso konnte mit den 2019 in sämtlichen betroffenen Räumen installierten Luftreinigungsgeräten eine Reduktion der Raumluftschadstoffe erzielt und die Naphthalin-Konzentration deutlich unter den Richtwert der WHO gesenkt werden.

Nichtsdestotrotz sollen auch diese Altlasten schon bald der Vergangenheit angehören. Die derzeit laufende Gesamtleistungssubmission für das Erweiterungsprojekt im Hübeli – das eben den Rückbau der erwähnten Trakte beinhaltet – wird voraussichtlich im März 2022 abgeschlossen sein. 2023 soll die Volksabstimmung und 2024 der Startschuss für die Bauarbeiten folgen, damit der Neubau per Sommer 2026 unterrichtsbereit ist. (pbu)