Strasse, Verkehr, Städtebau

Attraktivitätsschub fürs Meierhöfli


Unsicher, verkehrshemmend, unattraktiv: Abschnittweise genügt die Kantonsstrasse K16 Seetalstrasse den verkehrlichen Anforderungen längst nicht mehr. Der Kanton Luzern und die Gemeinde Emmen starten deshalb gemeinsam ein Aufwertungsprojekt, wovon nicht bloss der Verkehr profitiert, sondern gleich ein ganzes Quartier.

Autoren: Philipp Bucher

Die Gemeinde Emmen und der Kanton Luzern starten eine gemeinsame Testplanung, um die Seetalstrasse verkehrlich und das Meierhöfliquartier als Wohn-, Arbeits- und Einkaufsort aufzuwerten. (Bild: zvg)

Die Seetalstrasse muss saniert werden, um ihrer Funktion auch in Zukunft gerecht zu werden. Der Kanton Luzern und die Gemeinde Emmen ergreifen diese Ausgangslage als Chance und starten eine gemeinsame Planung. Ziel ist zum einen, den Verkehr für alle sicherer, flüssiger und attraktiver zu gestalten. Zum anderen soll die Aufenthaltsqualität im Strassenraum gesteigert und die Lebensqualität in den umliegenden Quartieren erhöht werden.

Auslöser der Planung ist das kantonale Verkehrsprojekt zur Kantonsstrasse K16 Seetalstrasse. Eine wichtige Basis für die gemeinsame Planung ist ausserdem das Städtebauliche Gesamtkonzept der Gemeinde Emmen (SGK), das unter engagiertem Einbezug der Bevölkerung entstanden ist und detaillierte Aussagen zum Verkehr, zum Städtebau, zur Stadtentwicklung, zur Landschaft, zu Plätzen und zu Freiräumen enthält. Das SGK definiert die Seetalstrasse und ihre unmittelbare Umgebung als Vertiefungsgebiet.

Mehrwert für die Gemeinde Emmen

Die Seetalstrasse ist eine wichtige Verkehrsverbindung. Sie führt mitten durch das urbane Quartier Meierhöfli, das sich zu einem lebendigen Wohn-, Einkaufs- und Arbeitsort entwickelt hat. Der Strassenraum ist allerdings stark an den Bedürfnissen des motorisierten Individualverkehrs (MIV) orientiert und tritt deshalb vor allem als trennende Achse in Erscheinung. Ferner bestehen grosse Gestaltungs-, Verträglichkeits- sowie Sicherheitsdefizite.

Um die Seetalstrasse aufzuwerten und ihre Potenziale optimal zu nutzen, sollen verkehrliche und städtebauliche Aspekte eng aufeinander abgestimmt werden. Ziel ist, den Strassenraum inmitten des Meierhöfli-Quartiers attraktiv zu gestalten − als Freiraum und einladender Aufenthaltsort. Diese Entwicklung birgt grosse Chancen für die ganze Gemeinde. Entstehen soll ein öffentlicher Strassenraum, der eine neue Lebendigkeit im Meierhöfli und städtische Dichte verbindet.

Öffentliche Infoveranstaltung


Der Kanton Luzern und die Gemeinde Emmen laden die interessierte Bevölkerung sowie Medienvertreter zu einer öffentlichen Infoveranstaltung ein, um über die Ziele und den Prozess der Testplanung Seetalstrasse/Meierhöfli zu informieren.

Datum: 14. September 2020 Zeit: 18.30 bis 19.30 Uhr Ort: Centro Papa Giovanni, Seetalstrasse 16, 6020 Emmenbrücke

Covid-19-Schutzkonzept: Es gelten die Vorgaben des BAG. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen beschränkt (keine Anmeldepflicht). Die Abstandsregeln von 1,5 Metern ist von allen Teilnehmenden jederzeit einzuhalten. Um ein späteres allfälliges Contact Tracing sicherzustellen, erfolgt vor dem Eintritt in den Veranstaltungsraum eine Registration aller Teilnehmenden mit Erfassung der Kontaktdaten (Vorname, Name, Adresse, Telefon, E-Mail, Unterschrift).

Kanton und Gemeinde führen gemeinsam eine Testplanung durch

Um Siedlungs- und Verkehrsentwicklung in einer überzeugenden Gesamtlösung aufeinander abzustimmen, führen der Kanton Luzern und die Gemeinde Emmen eine sogenannte Testplanung durch. Dabei werden drei interdisziplinäre Planungsteams die geeignetste Lösung für die Weiterentwicklung des Gebiets erarbeiten. Weil die Teams nicht wie in anderen Verfahren in Konkurrenz, sondern im offenen Austausch arbeiten, eignen sich Testplanungen besonders gut für herausfordernde, vielschichtige Aufgaben mit unterschiedlichen Beteiligten. Die Testplanung wird durch ein Gremium mit unabhängigen Expertinnen und Experten begleitet.

Im Dialog mit der Bevölkerung

Der Kanton Luzern und die Gemeinde Emmen arbeiten im Rahmen der Testplanung gemeinsam mit Grundeigentümerinnen und -eigentümern sowie mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, Verbände und Vereine zusammen. Anliegen und Ideen der interessierten Bevölkerung werden zudem gerne über die Mitwirkungsplattform der Gemeinde Emmen aufgenommen.

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