30 Jahre Quartierverein Alp

Sich kennenlernen und einander begegnen


Was sich der Quartierverein Alp im Gründungsjahr 1991 auf die Fahne heftete, hat heute noch Bestand: den Kontakt unter den Bewohnerinnen und Bewohnern im damals 1250 Haushalte umfassenden Vereinsgebiet sowie den Austausch mit anderen Quartiervereinen pflegen, die Wohnqualität fördern und verlässlicher Partner sein gegenüber Behörden und Firmen.

Autor: Rolf Willimann

Jetzt hat der Quartierverein auch seinen eigenen Weg. (Bilder: QV Alp)

Ein Blick in die Chronik zeigt: Es gab Probleme mit dem umliegenden Gewerbe und der Industrie. Störender Verkehr, Fluglärm oder Abfallprobleme standen zur Diskussion und riefen Empörung hervor. Erwähnt wurden Viscosuisse und von Moos Stahl, zwei immissionsträchtige Industriebetriebe in nächster Nähe des stets wachsenden Quartiers. Diese und weitere Punkte kamen vor der Gründungsversammlung aufs Tapet und wurden in ersten Statuten festgehalten.

Willi Brun wird erster Präsident

Gründungsmitglied und First-Präsident Willi Brun (damals Einwohnerrat) erinnert sich: «Die Familie Schumacher diente als Ideenlieferantin, Brigitte Geisseler, Piero Nosetti, Hans Waltisberg, Therese und Peter Fahrni waren die eigentlichen Drahtzieher für den Gründungsakt, zu dem sich bereits über 200 Mitglieder bekannten. Das riesige Echo auf die Vereinsgründung hat überrascht.» Weniger überrascht hat die Wahl von Willi Brun zum ersten Präsidenten. In den Gemarchen des Altersheimes Alp wurde er kampf- und diskussionslos ins Amt berufen. «Hausherr» Richard Kolly präsidierte den Nachbar-QV Erlen-Neuhof, der zum Götti-QV wurde und den ersten Jahresbeitrag lockermachte. Noch besser: Aus einigen Festen zum Bau eines Spielplatzes im Ge-biet Obere Wiese lagen über 700 Franken brach und die wurden dem neuen QV gestiftet. Somit war der finanzielle Grundstock gelegt – Marcel Räber und seinem Team sei Dank.

Das Präsidentenquintett seit 1991 (v.l.): Rolf Wermelinger, Ruth Heimo-Diem, Therese Fahrni, Monika Amberg und Willi Brun

Die Gäste werden beim Apéro grosszügig verwöhnt.

Gelungener Start – viel Arbeit wartete

Die Festfreude motivierte den Vorstand. Was man sich im Vorfeld vorgenommen hatte, wurde zügig angepackt. So wurde unter anderem der Schooswaldweg neugestaltet, beim «Alpissimo»-Stamm neue Ideen angepackt, die Jazzmatinée als Quartierfest für Jung und Alt auf die Beine gestellt, das Palmbaumbinden als schöne, alljährliche Tradition aufgenommen und vieles mehr. Die Mitgliederkurve zeigt stets aufwärts, laufend kamen neue Aktivitäten hinzu. Man trifft sich zum Neujahrsapéro wie zum Dreikönigskuchenfest, nimmt Sport-, Spiel- oder Jassturniere ins Programm auf, arrangiert Firmenbesuche, lädt Referenten und Behördenvertreter zur GV ein. Auch Baufragen kommen zur Diskussion, was Gelegenheit zur aktiven Mithilfe und vermehrtem Engagement bietet. «So liessen sich verschiedene Probleme besser angehen. Es ist gut, wenn sich Bewohner­innen und Bewohner mit Ideen und Meinungen einbringen können», sagt Co-Leiter Rolf Wermelinger. Das zeige, dass der Verein lebt.

«Quartierverein-Alp-Weg»

Corona hat auch Spuren hinterlassen. Das Vereinsleben lag brach, keine Aktivitäten, minimste Kontakte, leere Seiten im Veranstaltungskalender, Absagen um Absagen. Ein Lichtblick, dass das 30-jährige Bestehen mit dem Jubiläumsanlass am 23. August 2021 mit vielen Mitgliedern und Gästen coronakonform gefeiert werden konnte. Der nach wie vor motivierte Vorstand hat die Festgemeinde mit einem Apéro im Freien, Unterhaltung und einem Nachtessen im «Alpissimo» verwöhnt, liess Erinnerungen an frühere Zeiten aufleben, zitierte aus alten Protokollen und rief damit viel Schmunzeln hervor.

Und er wurde selber geehrt. Für die Verdienste um das Quartier- und Gemeindewohl wurde ihm diese Ehre zuteil: Neu weist der Wegweiser «Quartierverein-Alp-Weg» hinter dem Betagtenzentrum den Weg zur Schooswaldkapelle. Dazu ist eine goldene Plakette auf dem tonnenschweren Gedenkstein dem Jubilar gewidmet und das neue Bänkli nebenan lädt zum Ruhen und Besinnen ein.

Zwischen Apéro und Unterhaltung war Gelegenheit, Momente der Ruhe zu genies-sen. Betagtenseelsorger Walter Amstad segnete die neue Gedenkstätte, lobte das tolle Engagement über all die Jahre und rief dazu auf, dass es wie in den letzten 30 Jahren flott weitergehen möge. Zusammen mit dem Vorstand hiess es dann wohl zu Recht: «Es lebe der QV Alp.»

Das aktuelle QV-Alp-Team

  • Willi Brun: Co-Präsident, Aktuar
  • Rolf Wermelinger: Co-Präsident
  • Heidi Steffen: Finanzen
  • Gabi Müller: Sekretariat
  • Priska Marbach: Jugend und Familie
  • Franz Krummenacher: Anlässe
  • Ruth Heimo-Diem: Homepage

Gefällt Ihnen dieser Artikel? Teilen Sie ihn mit Freunden: