20 Kerzen auf der Torte

Die Emmenmail feiert Geburtstag


2001 war die Geburtsstunde der Gemeindezeitschrift Emmenmail. Als Erbin der einstigen Lokalzeitung «Heimat» (später «Region») schlug die Emmenmail fortan als offizielles Behördenorgan eine Brücke zwischen der Emmer Bevölkerung und den politischen Entscheidungsträgern. Wir erinnern uns – und möchten von Ihnen wissen, wohin die Reise gehen soll.

Autoren: Joya Zgraggen & Philipp Bucher

20 Jahre Emmenmail (v.l.): Cover aus den Jahren 2001, 2007 und 2021. (Bild: pbu)

2001: Das erste Mail

Die erste Emmenmail-Ausgabe erscheint im Oktober 2001. Erstmals werden aktuelle Themen aus der Verwaltung und der Gesellschaft in einer Gemeindezeitschrift veröffentlicht und an alle Emmer Haushalte versendet. Das Titelthema befasst sich mit der Gewalt in Emmen. Dies nach einem Tötungsdelikt auf dem Sonnenplatz, der die gesamte Bevölkerung beschäftigte und Fragen zur Integrationspolitik aufwarf.

2002: Diskussionen um die Einbürgerung

Der Gemeinderat Emmen lancierte im Frühjahr 2002 erstmals die Diskussion zur Einführung der Bürgerrechtskommission. Diese sollte die damaligen Einbürgerungen an der Urne ersetzen, die eine grosse Diskussion und nationale Aufmerksamkeit auslösten. Die Bürgerrechtskommission soll neu als Gremium über die Einbürgerung der Gesuchsteller entscheiden.

2003: Der Aufschwung der Kunst

Im Jahr 2003 kauft die Gemeinde Emmen die Bauten 604 - 607 in der Viscosistadt, wo Raum für mehrere Künstlerateliers geschaffen wird. Diese bieten Platz für Illustratoren, Grafiker, Textildesignerinnen, Künstlerinnen und viele mehr. Dadurch wird der Grundstein für die zukünftigen Entwicklungen der Viscosistadt gelegt.

2004: Entstehung des Jugendparlaments

Im Jahr 2004 findet die erste Sitzung des Emmer Jugendparlaments statt. Es ermöglicht jungen Emmerinnen und Emmer die Teilnahme am politischen Geschehen der Gemeinde. Rund 40 Jugendliche nehmen an der ersten Sitzung teil.

2005: Fussball-Talentschmiede

Der Schweizerische Fussballverband wählt Emmen im Jahr 2005 als idealen Standort für das neue Ausbildungszentrum junger Fussballer. Dieses bildet Jugendliche im Alter zwischen 13 und 14 Jahren aus. Fussballtalente wie Haris Seferovic besuchten in den folgenden Jahren das Ausbildungszentrum in Emmen.

2006: Rücktritt von Peter Schnellmann

Der Gemeindepräsident Peter Schnellmann tritt 2006 nach zehn Jahren im Gemeinderat in den Ruhestand. Er führte die Gemeinde Emmen während seiner Amtszeit wieder aus der Depression, nachdem über 25 Prozent der Arbeitsplätze verloren gingen. Auch während Emmen bezüglich ihrer Einbürgerungspraxis an der Urne im Negativfokus stand und der daraufhin folgenden Entstehung der Bürgerrechtskommission amtierte Schnellmann als Gemeindepräsident. Als sein Nachfolger wurde Thomas Willi gewählt.

2007: Neues Layout, neuer Inhalt

Im September 2007 erscheint die Emmenmail erstmals im heutigen Layout. Gleichzeitig wird die «Ämmer Schuelzytig» ins Heft integriert. Dadurch informiert das Blatt neu auf mehreren Seiten über den Schulalltag.

2008: Die Kunstplattform akku wird gegründet

Nach der Schliessung der Galerie Gersag wird 2008 die kulturelle Nachfolgeplattform «Akku» gegründet. Die Abkürzung steht für «Das andere Kunst- und Kulturunternehmen». Mit Ausstellungen zur Gegenwartskunst und der Auseinandersetzung mit aktuellen Themen erhält Emmen einen wichtigen Akteur für die sich entwickelnde Kunstszene.

2009: Die Betagtenzentren werden eine gemeinnützige AG

Die Bevölkerung stimmt im Jahr 2009 der Umwandlung der Betagtenzentren in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft zu. Dadurch werden die Betagtenzentren nicht mehr durch die Gemeinde geführt und finanziert. So wurde der Grundstein für die Weiterentwicklung der Betagtenzentren gelegt.

2010: Diskussionen um die Salle Modulable in Emmen

Im Jahr 2010 kam die Emmenweid als möglicher Standort für die Salle Modulable ins Gespräch. Mit Vorstössen im Luzerner Stadtparlament und im Einwohnerrat Emmen beschritt die Standortfrage nun den politischen Weg. Dabei ging es nicht nur um die Salle Modulable, sondern um die Verbindung mit der Hochschule für Musik und der Hochschule für Design & Kunst. Dadurch sollte Emmen zu einer Musik- und Kunststadt zu werden.

2011: Neues Gesicht für die Viscosistadt

Das Viscosiareal erhält Schritt für Schritt ein neues Gesicht. Da die Monosuisse nur noch Teile des bisherigen Areals auf dem Emmenfeld für ihre Produktion benötigt, werden im Jahr 2011 nachhaltige Lösungen zur Nutzung des Geländes gesucht. Entstehen soll Raum für Büros, Gewerbe, Wohnen und Kultur. Dabei sollen typische Bauten der Industriekultur erhalten bleiben und Zweckbauten ersetzt werden. Auch erste Ideen zur Umsiedlung der Hochschule Luzern – Design & Kunst in die Viscosistadt werden diskutiert.

2012: Ablehnung der Fusion

Das Emmer Stimmvolk entscheidet sich im Jahr 2012 mit 53.6 Prozent Nein-Stimmen gegen die Fusionsverhandlungen mit der Stadt Luzern und beendet so das Projekt «Starke Stadtregion Luzern» endgültig. Zuvor haben sich bereits die Gemeinden Adligenswil, Ebikon und Kriens für den Ausstieg aus dem Projekt entschieden.

2013: Hoselupf in Emmen

Das Innerschweizerische Schwing- und Älplerfest findet im Jahr 2013 in Emmen statt. Damit rückte Emmen ins Zentrum medialer Aufmerksamkeit rund um den boomenden Traditionssport. Das Fest mit gut 13'000 Zuschauern wurde auch ohne teilnehmende Emmer Aktivschwinger zu einem Grosserfolg.

2014: Der Themenspielplatz geht in die erste Runde

Im Herbst 2014 erfolgte der Projektstartschuss für den Themenspielplatz Emmen. Dieser gilt als Vorzeigeprojekt für einen aktiven Freiraum, der den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht.

2015: Das Tramhüsli wird gerettet

Das 100-jährige Tramhüsli an der Gerliswilerstrasse steht im Jahr 2015 kurz vor dem Abriss. Durch das engagierte Handeln einer Interessengruppe kann das Emmer Wahrzeichen schliesslich dann aber doch noch gerettet werden. Über 300'000 Franken werden gesammelt, um die Verschiebung des Tramhüsli zu ermöglichen und dessen Erhalt zu gewährleisten.

2016: GwärbÄmme 16

Die rund 30-jährige Tradition der GwärbÄmme wurde auch im Jahr 2016 weitergeführt. Alle sieben Jahre steht Emmen im Zeichen des Gewerbes. Umrahmt von einem vielfältigen Unterhaltungsprogramm präsentierten sich rund 100 Aussteller der Bevölkerung. Dabei glich die GwärbÄmme einem Volksfest, denn nicht nur die Ausstellung, sondern auch der gesellschaftliche Aspekt stand im Vordergrund.

2017: Emmenweid erhält bauliches Energiewunder

Im Industriequartier Emmenweid entsteht ein zukunftsweisendes Gewerbe- und Bürogebäude. Seine Architektur bewegt sich im Spannungsfeld zwischen neu und alt. Das Energiekonzept ist ein Novum in der Schweiz – kommt doch das Gebäude gänzlich ohne Heizung, mechanische Lüftung und Kühlung aus.

2018: Der Seetalplatz wird belebt

Die Dienststelle Immobilien des Kantons Luzern stellt einen Teil der Areale am Seetalplatz für eine Zwischennutzung zur Verfügung. Die Planung und Umsetzung übernimmt der Verein Platzhalter. Das Zwischennutzungsprojekt «NF49 am Seetalplatz» sorgt in der Folge mit unterschiedlichsten Aktion und Protagonisten für eine Belebung der Verkehrsdrehscheibe und verwandelt den Seetalplatz in einen kulturellen Fix- und Treffpunkt in Emmen.

2019: Ein digitaler Auftritt zur Volljährigkeit

Nach 18 Jahren wagt die Gemeindezeitschrift Emmenmail den Sprung ins digitale Zeitalter. Zur Volljährigkeit bekommt das Heft mit emmenmail.emmen.ch einen eigenen Webauftritt – und damit schier unbegrenzte Möglichkeiten, Geschichten aus Emmen in die Welt hinauszutragen.

2020: Hochwertige Zentrumsentwicklung

Das Quartier Emmenbaum weist grossen Erneuerungsbedarf auf und eignet sich aufgrund seiner zentralen Lage am Bahnhof Emmenbrücke für eine innere Verdichtung. Die fünf Grundeigentümer im Perimeter Emmenbaum Nord haben dieses Potential erkannt und beabsichtigen, das Areal in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Emmen qualitativ hochwertig weiterzuentwickeln.

2021: Wo geht’s hin?

Happy Birthday Emmenmail! Die Gemeinde Emmen feiert im Oktober 2021 den zwanzigsten Geburtstag der Emmenmail. Zu dieser Gelegenheit möchten wir die Bevölkerung zur Gemeindezeitschrift befragen. Ziel der Umfrage ist es, Interessen und Änderungswünsche aufzuspüren und so das Emmenmail gestützt auf die Bedürfnisse der Anwohnerinnen und Anwohner anzubieten (siehe unten).

Was denken Sie?

20 Jahre Emmenmail – das heisst 20 Jahre News, Hintergrundgeschichten und Wissenswertes aus und für Emmen. Vieles ist erzählt worden, vieles mehr wird folgen. Nur, welche Richtung soll dabei eingeschlagen werden? Schlüpfen Sie in die Rolle des Tour Guides und bestimmen Sie mit, wohin die Reise der Emmenmail gehen soll. Was gefällt Ihnen am Heft? Was geht gar nicht? Wovon gibt’s zu viel? Was wird vernachlässigt?

Ihre Meinung interessiert uns. Jetzt gleich an der Online-Umfrage mitmachen und einen 30 Franken-Gutschein für den Adventure Room gewinnen. Einfach auf den untenstehenden Button klicken. Die Umfrage läuft bis Ende November 2021. Danke & viel Glück!

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