Künstlerischer Tausendsassa

Emmer Kulturpreis 2020 geht an Bujar Berisha


Zum neunten Mal wird der Emmer Kulturpreis bereits verliehen und die Ehre geht dieses Jahr an Bujar Berisha. Den Künstler Bujar Berisha kann man durchaus als Multitalent bezeichnen. Er ist Musiker, Schriftsteller, Drehbuchautor, Musikproduzent, Reporter, Fotograf, Grafiker, Designer und Filmemacher.

Autorin: Riccarda Rauter

Bujar Berisha, u.a. Schriftsteller und Emmer Kulturpreisträger 2020. (Bilder: zvg)

Mit dem Emmer Kulturpreis wird Bujar Berisha für seine multidisziplinäre Kunst in der Gemeinde Emmen gewürdigt. «Der Emmer Kulturpreis gibt mir weiteren Auftrieb für meine Arbeit, ich fühle mich verstanden und wahrgenommen», beschreibt Bujar Berisha seine Gefühle. «Es zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin und meine Kunst verstanden wird.»

Eine Prise kulturelle Vielfalt für Emmen

«Bujar Berisha ist als vielseitiger Künstler in Emmen einzigartig und sticht in der Emmer Kulturszene gerade durch seine multidisziplinäre Arbeit heraus», begründet Schul- und Kulturdirektor Brahim Aakti die Wahl. «Seine Arbeiten unterstützen die kritische Auseinandersetzung des Individuums mit der Gesellschaft. Im Sinne des holistischen Kernsatzes, wonach ‹das Ganze mehr ist als die Summe seiner Einzelteile› verbindet Bujar Berisha geschickt die verschiedenen kulturellen Disziplinen und fördert damit die kulturelle Vielfalt in Emmen und der Region», erläutert Brahim Aakti das Engagement von Bujar Berisha in der Emmer Kulturszene.

Kulturpreis zum neunten Mal verliehen

Der Emmer Kulturpreis ist die Nachfolgeauszeichnung des Emmer Impuls. Seit 2012 wird der Preis durch den Gemeinderat vergeben. Dieser ehrt herausragende Leistungen in der Emmer Kunst- und Kulturszene. Der mit 3000 Franken dotierte Preis geht an Personen oder Organisationen, die im kulturellen Bereich Aussergewöhnliches geleistet haben oder förderungswürdig sind. Der Emmer Kulturpreis wird vom Gemeinderat auf Basis von Vorschlägen der Bevölkerung und der Kulturkommission verliehen. Die bisherigen Gewinner waren: Isolde und Karl Bühlmann (Kunstvermittler und Pädagogen), Nicole Davi, (Theaterschaffende und Schauspielerin), Kurt Messmer (Historiker), Bruno Koch (Vereinsgründer und Musiker), Haris Dubica (Filmschaffender), Corina Schranz (Sopranistin), Beat Portmann (Schriftsteller) und Sergio Sardella (Komödiant).

Die Welt zum Besseren verändern

Mit dem Künstlerkollektiv «Die Diebe» möchte Berisha die Welt besser gestalten und auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam machen. «Ich sehe die Kunst als Wissenschaft, ich möchte Lösungen suchen. Unmöglich ist nur, was als unmöglich angesehen wird», so der frischgebackene Kulturpreisträger über sein künstlerisches Schaffen. «Die Diebe» experimentieren mit einem Leben als Künstler und Künstlerin in der Gegenwart und Zukunft. Ihre audiovisuellen Produktionen werden durch Performances und Veranstaltungen ergänzt.

Mit verschiedenen Persönlichkeiten umschreibt der umtriebige Schaffer seine unterschiedlichen Engagements als Künstler. Als Bujar Berisha ist er Musikproduzent, Drehbuchautor, Grafiker, Designer und Vater. Geri Weber verkörpert den Reporter in ihm, welcher für die «DANACHRICHTEN» tätig ist. Schlussendlich gibt es noch Spirit und Königswasser, welche die musikalische Seite von Bujar Berisha verkörpern.

Vorhang auf für ...

... den Fotografen ...

... Geri Weber ...

... Königswasser ...

... den Vater ...

... Spirit ...

... den Musikproduzenten.

Ein weiteres Projekt des Emmer Künstlers ist das Naturfreundehaus Brünig der Sektion Emmenbrücke. «Das Preisgeld möchte ich in unser frisches Kulturhaus investieren», freut sich Berisha. «Es wird ein künstlerischer Ort werden, wo sich Künstler und Künstlerinnen ausleben können.» Geplant sind zwei Ateliers für die schöpferischen Tätigkeiten der kulturellen Gäste.

Die nächsten anstehenden Projekte von Bujar Berisha sind vielseitig. «Die Diebe» arbeiten an einem Jahreskalender und mit der Band DIE DIE BE erscheint am 27. November 2020 eine neue EP unter dem gleichnamigen Label. Auch die nächsten «DANACHRICHTEN» stehen bis Ende Jahr an und politische Aktionen können jederzeit spontan auf die Agenda treten.

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