Plakatprojekt

Wer Respekt zeigt, wird respektiert


Wie gehen wir in der Gemeinde Emmen miteinander um? Respektvoll, sollte die richtige Antwort lauten. Diese Frage beschäftigt nicht nur den Bereich Gesellschaft. Die Gemeinde Emmen wird in vielerlei Hinsicht mit dem Thema Respekt konfrontiert. Mit einem Plakat­projekt sollen zukünftig auch Emmer und Emmerinnen auf das Thema aufmerksam gemacht werden.

Autorin: Riccarda Rauter

Auch in einer Gemeinde wird gegenseitiger Respekt erwartet. Jürgen Feigel zeigt der Fachklasse Grafik die aktuellsten Emmer Gesellschaftsthemen auf. (Bilder: rra)

Das Leben in einer Gemeinde zeichnet sich durch das Zusammensein einer Gesellschaft aus. In vielen Bereichen wird erwartet, dass man sich gegenseitig mit Respekt begegnet. Sei das in der Natur, in der Schule oder auch in den eigenen vier Wänden. Genau solchen Themen steht Jürgen Feigel, Leiter Bereich Gesellschaft bei der Gemeinde Emmen, täglich gegenüber. «Letztendlich ist alles eine Frage des Respekts. Ist dieser nicht vorhanden, entsteht ein Widerstand und die Gesellschaft spaltet sich», erklärt Feigel. Eines der aktuellsten Gesellschaftsthemen in der Gemeinde Emmen ist Littering. Auch hier findet sich der Respekt wieder. Sei es als Bürger gegenüber den Werkdienstmitarbeitenden, aber auch gegenüber der Natur und den Mitmenschen. Die mutwillige Vermüllung ist nicht nur für die Gemeinde Emmen eine Herausforderung.

Mit Plakaten aufmerksam machen

«Es stellt sich immer die Frage, wie man mit Problemen umgeht. Wie kann man auf bestimmte Umstände aufmerksam machen, ohne dabei mit dem Finger auf jemanden zu zeigen?», packt Jürgen Feigel den Kern des Problems in eine Frage. Genau das möchte die Gemeinde Emmen nun machen: auf den Respekt in der Gesellschaft hinweisen. Neben der Gemeinde Emmen beschäftigt sich auch die Fachklasse Grafik des Fach- und Wirtschaftsmittelschulzentrums FMZ mit dem Thema Respekt. Eine perfekte Gelegenheit, um sich die Hände respektive die Ellbogen für ein gemeinsames Projekt zu reichen.

Die Aufgabe der Grafiklernenden ist es, Plakate zum Thema Respekt zu gestalten. Diese sollen die Bevölkerung zum Nachdenken anregen. Matthias Hauser und Martin Woodtli, die Dozenten der Fachklasse Grafik, freuen sich über die Zusammenarbeit: «Die Gemeinde Emmen bietet interessante Themenbereiche im Zusammenhang mit dem Schlagwort Respekt», sagt Hauser. Mit diesem Projekt können die Lernenden ihre Sichtweise auf das Thema Respekt aufzeigen.

«Es stellt sich immer die Frage, wie man mit Problemen umgeht. Wie kann man auf bestimmte Umstände aufmerksam machen, ohne dabei mit dem Finger auf jemanden zu zeigen?»


Jürgen Feigel, Leiter Bereich Gesellschaft

Respekt in der Gesellschaft

Jürgen Feigel betont die Wichtigkeit, dass sich Lernende der Fachklasse Grafik mit dem Thema Respekt auseinandersetzen. «Mit diesem Projekt können die Lernenden ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten», freut sich Feigel. Es sei wichtig, dass sie sich ausdrücken könnten. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihren Blickwinkel auf das Thema Respekt in der Gesellschaft zeigen. So wird nicht nur Littering dargestellt. Auch Mobbing, ob in der Schule oder über die sozialen Medien, habe viel mit Respekt zu tun. Oder auch unser Konsumverhalten. «Wir finden es interessant zu sehen, wie sich die Lernenden mit den Themen auseinandersetzen werden», freut sich Woodtli.

Ausstellung

Bis die fertigen Plakate präsentiert werden, braucht es noch ein wenig Geduld. Nachdem das Modul der Fachklasse Grafik abgeschlossen ist, wird eine Auswahl der besten Plakate gedruckt. Diese werden anschliessend im Januar 2022 auf der Piazza bei der Luzerner Kantonalbank in der Stadt Luzern ausgestellt. Auch in der Gemeinde Emmen werden die Plakate zu sehen sein. So möchte man die Bevölkerung für das Thema Respekt sensibilisieren und zum Denken anregen.

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