Wahlen 2020

Kandidierende für den Gemeinderat


Insgesamt kandidieren sechs Personen für einen der fünf Sitze in der Exekutive. Alle fünf bisherigen Gemeinderatsmitglieder stellen sich der Wiederwahl, während die SVP ihren 2018 verlorenen Gemeinderatssitz zurück­erobern möchte. Wofür stehen die sechs Kandidierenden? Woher schöpfen sie ihre Motivation? Und wohin wollen sie Emmen führen? Lassen Sie sich von den Kurzporträts der Kandidierenden überzeugen.

Ramona Gut-Rogger

Ramona Gut-Rogger (bisher)

Gemeindepräsidentin

«Für Emmen – aus Emmen möchte ich die Gemeinde Emmen mit Sachverstand, Verantwortung und Weitsicht weiterbringen.»

Der Wandel des urbanen, aber auch ländlichen Emmens ist für mich von zentraler Bedeutung und muss gezielt gesteuert und gefördert werden. In der Viscosistadt kehrt das Leben zurück. Zahlreiche Unternehmen ziehen ein und Begegnungszonen entstehen, um das gesellschaftliche Leben zu fördern und den Austausch aller Beteiligten zu ermöglichen. Dadurch wird ein neues Emmer Ortszentrum geschaffen, was identitätsstiftend wirkt und zu einem lebendigen Miteinander in Emmen beiträgt.

Das vielfältige und attraktive Angebot macht Emmen lebenswert und ermöglicht allen eine aktive Lebensgestaltung. Neben den kulturellen und sportlichen Angeboten wächst die Zahl der Unternehmen und Bildungsstätten aus den unterschiedlichsten Branchen stetig an. Mit Herzblut und Sachverstand setze ich mich für zeitgemässe Rahmenbedingungen ein, sodass Leben, Arbeiten und Wohnen für alle Emmerinnen und Emmer attraktiv ist.

Ich bin bereit, weiterhin Verantwortung zu übernehmen, neue Lösungsansätze zu entwickeln, beharrlich an den Qualitäten von Emmen zu arbeiten und diese nach aussen zu tragen. Seit Mitte Oktober 2019 durfte ich schon einiges in Angriff nehmen und freue mich nun auf die weiteren Herausforderungen und deren Umsetzung, um Emmen bewusst zu stärken und weiterzubringen.

Brahim Aakti

Brahim Aakti (bisher)

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Gemeinderat

«Ich möchte die Sachpolitik ins Zentrum stellen, um unsere Gemeinde gemeinsam mit allen politischen Kräften zu gestalten und erfolgreich in die Zukunft zu führen.»

Emmen als Siedlungsraum hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt und wird als vielseitiger und attraktiver Lebens- und Arbeitsort wahrgenommen. Eine hochwertige Bildung auf allen Stufen und optimale Rahmenbedingungen für kleine und grosse Unternehmen in unserer Gemeinde sind ein Schlüssel dazu. Ebenso wichtig sind Aspekte wie der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen, Solidarität auch mit den Schwächeren unserer Gesellschaft sowie die Förderung und Pflege von Kultur und Sport. Nur die gelebte Berücksichtigung all dieser Faktoren macht eine Gesellschaft wirtschaftlich, kulturell und sozial erfolgreich. Als offener und zugewandter Mensch gehe ich auch in meiner Funktion als Gemeinderat auf die Menschen zu und nehme sie mit ihren Anliegen ernst. Ausserdem lege ich grossen Wert darauf, meine sachpolitischen Ansichten auch im Kollegium mit Fairness und Klarheit zu vertreten.

Den grossen gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen stehen ebenso viele Chancen gegenüber; dies dürfen wir auch bei den heute vielerorts zunehmenden Zukunftsängsten nicht vergessen. Weitblick in der täglichen Arbeit und Mut zu visionärem Denken sind gefragt. Es macht mir Freude, meine Heimatgemeinde weiterhin in ihrer Entwicklung tatkräftig zu begleiten.

Thomas Lehmann

Thomas Lehmann (bisher)

Gemeinderat

«Mit wachem Blick und offenen Ohren will ich weiterhin meine Fähigkeiten in den Dienst der Emmer Bevölkerung stellen.»

Emmen ist mit Recht eine stolze Gemeinde. Dank bester Verkehrsinfrastruktur, guter Arbeitsbedingungen, schönster Wohnlagen und idealer Naherholungsgebiete ist Emmen ein beliebter Wohn- und Arbeitsort. Urban und doch ländlich sind herausragende Merkmale Emmens. Diese gilt es zu bewahren. Selbstverantwortung, Respekt und Toleranz sind der Kitt, der eine Gesellschaft zusammenhält. Ich nehme die Herausforderungen einer florierenden Gemeinde mit Freuden an. Dabei sind Fairness, Respekt und Toleranz meine Wegbegleiter. Alle, die unsere Unterstützung benötigen, sollen diese auch erhalten. Ich arbeite an den Grundlagen, um dem Gemeinsinn zum Durchbruch zu verhelfen. Dabei nutze ich die sich bietenden Freiheiten aus und behalte den Fortschritt immer im Auge. Mein Einsatz in verschiedenen lokalen, regionalen und kantonalen Gremien gibt Emmen zudem eine gewichtige Stimme.

Vielem konnte ich zum Durchbruch verhelfen. Die Voraussetzungen für ein Alter in Würde sind mit der Positionierung der Betagtenzentren Emmen AG gesetzt. Unser Vereinsleben und die sozialen Institutionen unterstützen eine gelebte Solidarität. Unsere Jugend braucht ein gutes Fundament, auf das gebaut werden kann. Meine Schwergewichte für die kommende Legislatur liegen daher auf der «Frühen Förderung» und auf einer starken Unterstützung der Freiwilligenarbeit.

Josef Schmidli

Josef Schmidli (bisher)

Gemeinderat

«Bauprojekte sind zunehmend auch Kommunikationsprojekte. Mit vermehrtem Einbezug der Bevölkerung soll die Akzeptanz erhöht werden.»

Mit Engagement und viel Freude gestalte ich seit zwölf Jahren als Gemeinderat und Baudirektor unsere Gemeinde mit. Für das mir gewährte Vertrauen danke ich. Es verpflichtet mich, tagtäglich Entscheidungen zum Wohl unserer Bevölkerung zu treffen. «Das Ohr bei der Bevölkerung zu haben», ist dabei sehr wichtig. Mit der repräsentativen Bevölkerungsumfrage zur Zukunft Emmens im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision ist das gut gelungen. Wohnliche Quartiere mit mehr Grünflächen und weniger Schleichverkehr, dosiertes Wachstum dank Qualität vor Quantität sowie eine intelligent geführte Mobilität zeigen uns, wo es lang geht. Unzählige weitere Projekte sind in der Pipeline und spornen mich an, diese mit Offenheit und Respekt vor Mensch und Umwelt zum Erfolg zu führen. Mit Einbezug der Bevölkerung und guter Kommunikation.

Die Rettung des Tramhüsli am Centralplatz durch eine unglaubliche Verschiebung war für mich als Gemeinderat ein Höhepunkt. Dank der Stiftung und seit diesem Jahr mit dem neu gegründeten Verein Pro Tramhüsli ist seine Zukunft gesichert. Das freut mich ungemein. In Emmen engagieren sich sehr viele Menschen freiwillig in unzähligen Vereinen mit Erfolg für die Allgemeinheit. Umso wichtiger ist die gute Zusammenarbeit und aktive Beziehungspflege zwischen Behörde und Verein. Herzlichen Dank.

Patrick Schnellmann

Patrick Schnellmann (bisher)

Gemeinderat

«Die Basis für eine positive Entwicklung sind gesunde Finanzen. Die ersten Schritte dafür sind eingeleitet.»

Unser Emmen – lebenswert, zukunfts­gerichtet, engagiert Lebenswert – Emmen ist eine eigenständige Gemeinde mit vielen positiven Aspekten. In den letzten Jahren hat sich Emmen zu einem beliebten Wohn- und Arbeitsort weiterentwickelt. Verschiedene bunt durchmischte Quartiere fördern das Zusammenleben innerhalb der Gemeinde durch ihre Aktivitäten. Grünflächen und die prächtige Aussicht auf die Berge prägen das Bild von Emmen ebenso wie die urbanen Orte. So bietet zum Beispiel die Viscosistadt grosses Potenzial für die vielfältige Entwicklung von Emmen. Engagierte Vereine und Interessengemeinschaften beleben Emmen. Sei dies im Sport, im Kulturbereich oder in der Natur.

Zukunftsgerichtet – Spannende Projekte sind am Laufen, wie das städtebauliche Gesamtkonzept oder auch die Masterplanung für die Schulinfrastruktur. Um unsere Gemeinde weiterzuentwickeln, braucht es eine Optik mit mittelfristigen und langfristigen Zielen.

Engagiert – Die Basis für eine positive Entwicklung sind gesunde Finanzen. Die ersten Schritte dafür sind eingeleitet. Es muss eine Politik der Weitsicht und Lösungen betrieben werden. Jeder kann seinen Beitrag leisten, damit wir gemeinsam ein Fundament erarbeiten für die nächsten Generationen. Gerne übernehme ich die Verantwortung, diesen Prozess aktiv mitzugestalten. Für die Emmerinnen und Emmer. Für Emmen.

Ibolyka Lütolf

Ibolyka Lütolf (neu)

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«Ich setze mich tatkräftig für eine fundierte Verkehrspolitik für alle, einen haushälterischen Umgang mit den Finanzen und für mehr Arbeitsplätze ein.»

Als stellvertretende Leiterin Verkehrstechnik und Signalisation der Stadt Luzern sowie Präsidentin der Bau- und Verkehrskommission kenne ich die Herausforderungen der Mobilität. Mir ist es wichtig, dass wir sichere Schul- und Arbeitswege haben, kein Verkehrsmittel gegen ein anderes ausgespielt und die Wirtschaft berücksichtigt wird. Dabei muss man einen gesamtheitlichen Blick haben und auch zur älteren Bevölkerung schauen. Ein wesentliches Anliegen ist mir auch, dass das Bevölkerungswachstum nicht mehr quantitativ, sondern qualitativ erfolgt.

Unsere Gemeinde hat zahlreiche Vorteile: gute Schulen, lebenswerte Quartiere, zahlreiche Vereine, attraktive Naherholungsgebiete und noch viele mehr. Diese Stärken möchte ich ausbauen und unsere Schwächen beheben, wie die aktuelle Finanzlage. Die hohe Verschuldung sowie das strukturelle Defizit belasten die Geldbeutel der Bevölkerung. Wenn Sie mich in den Gemeinderat wählen, werde ich dafür sorgen, dass haushälterisch mit den finanziellen Mitteln umgegangen wird. Als alleinerziehende Mutter von vier Kindern weiss ich, wie man auf ein Budget schaut.

Die Menschen stehen im Mittelpunkt unserer Gemeinde. Als Gemeinderätin will ich mich für ihre Anliegen einsetzen und für ein Emmen einstehen, das zielgerichtet seine Interessen vertritt.

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