Neuer Gemeinschaftsmagnet

Frisches aus Emmen am «Emmenmarkt»

Für ihre über 30 000 Einwohnerinnen und Einwohner hat die Gemeinde Emmen an Einkaufsmöglichkeiten so einiges zu bieten. Doch noch nicht alles, was das Herz begehrt, da ist sich Melanie Setz sicher. Der «Emmenmarkt» soll das nun ändern.

Autorin: Larissa Brochella

«Wir wollen hier einen Begegnungsort erschaffen und direkte Kontakte zu den Produzentinnen und Produzenten ermöglichen» – Melanie Setz, Organisationskomitee Emmenmarkt. (Bild: lbr)

Es ist ein frühlingshafter Donnerstagmorgen: Auf der rechten Seite des Eingangs, vor der Migros, blühen die Blumen des Gartenbereichs in frühlingshaften Farben. Auf der linken Seite stehen zwei weisse Lieferwagen. Währenddessen eilen Menschen geschäftig über den Sonnenplatz ins Einkaufszentrum hinein und kommen wenig später vollbepackt wieder raus. An der Haltestelle warten sie dann auf den nächsten Bus oder geniessen das schöne Wetter beim Nachhausespazieren.

Trotzdem bleibt der Sonnenplatz mehrheitlich leer. Ein grauer Fleck, eingeklemmt zwischen noch mehr Grau der umliegenden Häuser und Strassen. Nur ein paar ältere Menschen, die sich auf den Bänken vor der Treppe zur Gerliswilkirche zum Plaudern zusammengesetzt haben, geben einen Einblick, wie es hier aussehen könnte – der Sonnenplatz als Begegnungsort.

«Als ich nach Emmenbrücke gezogen bin, habe ich mich gewundert, dass die Gemeinde Emmen keinen eigenen Wochenmarkt hat.»

Melanie Setz, Organisationskomitee Emmenmarkt

Ein Markt für Emmen

«Mindestens sechs Stände sollen hier jeweils am ‹Emmenmarkt› ihre Produkte verkaufen», erklärt Melanie Setz, mit dem Blick auf den Sonnenplatz gerichtet. Sie ist Teil des fünfköpfigen OK Emmenmarkt, das sich seit letztem September der Planung des «Emmenmarkts» verschrieben hat.

«Als ich nach Emmenbrücke gezogen bin, habe ich mich gewundert, dass die Gemeinde Emmen keinen eigenen Wochenmarkt hat», erzählt Setz. Aufgrund ihres persönlichen Wunsches nach frischen Lebensmitteln und näherem Kontakt zu den Produzentinnen und Produzenten habe sie sich in der Stadt Luzern am Helvetiamarkt bei einem Standbesitzer danach erkundigt. «Er meinte, es habe zuvor schon einmal den Versuch gegeben, einen Markt in Emmen aufzubauen, doch seien die erhofften Kundinnen und Kunden ausgeblieben.»

«Unterschiedliche Ansichten, Wünsche und Vorstellungen sind in einem solchen Prozess sehr wichtig.»

Melanie Setz, Organisationskomitee Emmenmarkt

Das Eis taut

Dank der unterschiedlichen Persönlichkeiten, die im OK Emmenmarkt zusammenkommen, sei die Zusammenarbeit sehr dynamisch und produktiv. «Unterschiedliche Ansichten, Wünsche und Vorstellungen sind in einem solchen Prozess sehr wichtig», so Setz. Vereine sie alle doch die Überzeugung, dass eine so grosse Gemeinde wie Emmen dringend einen eigenen Markt brauche.

Daraufhin habe sie die Idee eines Markts in Emmen vorerst auf Eis gelegt. «Trotzdem habe ich in meinem Umfeld immer wieder festgestellt, dass das Bedürfnis nach einem Wochenmarkt durchaus besteht.» Im Sommer 2021 habe sie dies bei einem Gespräch mit Sandro Bieri, dem Präsidenten des Quartiervereins Sonnenhof, erwähnt. «Er fand die Idee super und hat den Ball daraufhin sofort ins Rollen gebracht.»

Beleben und begegnen

«Wir wollen hier einen Begegnungsort erschaffen», erklärt Setz, «und direkte Kontakte zu den Produzentinnen und Produzenten ermöglichen.» Ausserdem freue sich Setz besonders darauf, Produkte aus Emmenbrücke und der Region zu entdecken. Deshalb habe die Suche nach inte­ressierten Produzentinnen und Produzenten im Moment oberste Priorität.

«Wir stehen in Kontakt mit dem Bauernverband und dem Gewerbeverein», so Setz, «und hoffen so möglichst viele unterschiedliche Produkte für unseren Markt an Land zu ziehen.» Das Ziel sei es, mit dem «Emmenmarkt» einen typischen Samstagseinkauf abzudecken. «Wir sind gespannt darauf, wer Teil des ‹Emmenmarkts› werden möchte.»

Vorerst ist eine Testphase mit vier Daten für den Herbst 2022 geplant. «Ob der ‹Emmenmarkt› danach im Frühling wiederkommt, hängt davon ab, ob es für die Standinhaberinnen und -inhaber rentiert», so Setz. Auch die Reaktion aus der Bevölkerung sei wichtig. «Die Vorfreude ist spürbar gross. Wir sind hoffnungsvoll, dass sich diese auch in den Besuchszahlen des ‹Emmenmarkts› zeigen wird.»

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