Projekt Spieltraum

Wenn nicht mehr nur vom Spielen geträumt wird


Kinder sollen ein Umfeld haben, wo sie sich spielerisch austoben können. In den urbanen Gebieten gibt es jedoch immer weniger Platz dazu. Das soll sich nun ändern. Im Schulhaus Rüeggisingen wird schon bald einmal pro Woche der Spieltraum vor Ort sein.

Autorin: Riccarda Rauter

Beim Spieltraum können sich die Kinder spielerisch austoben, während sich für die Eltern eine Plattform zum Austausch bietet. (Bild: zvg)

Eine naturbelassene Fläche mitten im urbanen Gebiet. Unter freiem Himmel sieht man Kinder, welche sich vergnügt mit den zahlreichen Spielgeräten austoben. Es sind fröhliche Stimmen und einige Jauchzer zu hören. Genau ein solches Szenario soll es auch schon bald in Emmen geben. Möglich macht dies der Verein Spieltraum, den es bereits seit 1996 gibt. Luzerner Pädagogen und Pädagoginnen haben sich zum Ziel gesetzt, das Spiel und die Wünsche von Kindern zu fördern. Durch die Veränderung von urbanen Gebieten gibt es für Kinder jedoch immer weniger Möglichkeiten, unter freiem Himmel zu spielen. Deshalb sind sie als Verein Spieltraum auf urbanen Spielplätzen und Innenhöfen anzutreffen. Hier werden einfache, alte, kreative und neue Spielformen für Kinder gefördert. So wird das selbstständige Spielen der Kinder unterstützt und durch das Spiel werden alle fünf Sinne angesprochen.

Wie der Spieltraum nach Emmen kommt

Seit 2020 gibt es bei der Gemeinde Emmen die Stelle für frühe Förderung im Bereich Gesellschaft mit dem Ziel, die Emmer Kinder und ihre Eltern möglichst früh zu erreichen und zu vernetzen. Der Leiter Bereich Gesellschaft, Jürgen Feigel, und Jenny Duss, Fachperson Frühe Förderung, bauen nun diese Stelle auf und möchten ein besseres Zusammenspiel der Angebote in der Gemeinde Emmen erreichen: «Es ist uns wichtig, dass Familien für ihre Kinder bereits vor der obligatorischen Schulzeit eine Anlaufstelle haben. So können bereits erste wichtige Kontakte geknüpft werden, um eine gute Integration der Kinder und deren Eltern zu fördern.»

«Indem wir durch den Spieltraum bereits erste Kontakte zwischen den Eltern fördern, erleichtert das die Integration der Kinder vor der obligatorischen Schulzeit»


Jenny Duss, Fachperson Frühe Förderung

Mit dem Spieltraum möchte die Gemeinde Emmen den Eltern also eine Plattform bieten. Eine Plattform, um sich zu treffen und auszutauschen. «Indem wir durch den Spieltraum bereits erste Kontakte zwischen den Eltern fördern, erleichtert das die Integration der Kinder vor der obligatorischen Schulzeit», erklärt Duss. Es wird also eine Anlaufstelle für Familien geschaffen, sodass Eltern und Kinder von Emmen möglichst früh erreicht werden können. Es sei aber auch eine Chance, angst- und wertfrei Spiele auszuprobieren, fernab von Konsum und Kommerz, betont Duss.

Wo Eltern sich austauschen können

Schon bald geht es dann auch los mit dem Spieltraum in Emmen. Bis zu den Herbstferien können sich Familien jeweils am Freitagnachmittag auf dem Schul­areal Rüeggisingen treffen. Das Programm ist für Kinder ab drei Jahren und bis zur 4. Klasse geeignet. Kinder unter sechs Jahren müssen von einer erwachsenen Person begleitet werden. Von 15 bis 17 Uhr wird gespielt, ausprobiert und gelacht. Es werden mit Sicherheit auch neue Freundschaften geknüpft. Mit dabei sind zwei Animator*innen, die Aufsicht ausüben und das Schutzkonzept umsetzen. Sie stellen aufregende Spielsachen vor und bringen einen Koffer voller Ideen mit. Für dieses Vergnügen braucht man sich nicht anzumelden, es sind alle herzlich willkommen.

Informationen

Für mehr Informationen zur Frühen Förderung in Emmen: www.früheförderung-emmen.ch.

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