Verein KUKA

Zu Besuch im Atelier für Kinder

Seit fast 14 Jahren finden Kinder und Jugendliche im Kinder- und Kulturatelier (KUKA) einen Ort, wo sie spielerisch ihre gestalterischen Fähigkeiten erproben und ihre Kreativität entfalten können. Ganz ohne Leistungsdruck, dafür mit viel Freude wollen die Pädagoginnen und Pädagogen in den KUKA-Kursen ihre Begeisterung für alles Kreative weitergeben.

Autorin: Larissa Brochella

Aus den bemalten Holzklötzen entstehen im nächsten Kurs wundersame Fabelwesen. (Bild: lbr)

Kaum fünf Gehminuten vom Bahnhof Emmenbrücke entfernt, an der Gerliswilstrasse 23, befindet sich das Kinder- und Kulturatelier. Drei Stockwerke hinauf, vorbei an Ateliers und Büros, findet man auf der rechten Seite den wichtigsten Raum des KUKA: Hier wird bald genäht, gestempelt und gemalt, was das Zeug hält. Denn an diesem Freitagmorgen findet der Eltern-Kind-Kurs statt. Es ist eines von zehn Angeboten des KUKA, welche sich an Kinder und Jugendliche zwischen 2,5 und 16 Jahren richten.

Ankommen

Nach und nach kommen die Kinder mit ihren Eltern im Atelier an. Nachdem Jacken und Schuhe an der Garderobe verstaut sind, finden sie sich in der Mitte des Raumes, rund um einen gelben Teppich, am Boden im Kreis ein. Die selbst kreierten Spielsachen darauf packen sofort die Aufmerksamkeit der jüngeren Teilnehmerinnen und Teilnehmer, während die Erwachsenen sich im Kreis gemütlich unterhalten.

«Schön, seid ihr alle hier», begrüsst Vereinsgründerin und KUKA-Leiterin Monika Kunz die Kinder und Eltern. Umgeben von farbigen und mit selbstgemalten und -gebastelten Kunstwerken geschmückten Wänden, Regalen voller Malutensilien, «Chrälleli» und alles, was das kreative Herz begehrt, führt sie in den heutigen Morgen ein.

«Wichtig war für mich, einen Ort zu schaffen, wo sich Kinder kreativ betätigen können und eine Vielfalt an Materialien und Techniken kennenlernen.»

Monika Kunz, Präsidentin Verein KUKA

Inspiration für zu Hause

Kleine Tische sind im Raum verteilt und mit Kreide, Farben, Papier und Stempeln ausgestattet. Alles ist vorbereitet, um die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer für die nächsten eineinhalb Stunden zu beschäftigen. Selbst eine kleine Nische mit Matratze und Vorhang findet Platz im Raum, damit sich die jüngeren Kinder bei Bedarf etwas ausruhen können.

Nachdem alle Posten erklärt sind, beginnt das kreative Schaffen. Nach Anleitung oder nach eigenem Gutdünken werden mit Pinsel und Händen fleissig Papier und Holz bemalt. Kunz wandert dabei durch den Raum, unterstützt, wo Hilfe benötigt wird, und unterhält sich mit Kindern und Eltern.

«Ich nähe gerne», sagt Yara, während sie mit ihren Fingern auf ein leeres Blatt Papier stempelt. Ihre Mutter, Heidi Hauser, erzählt: «Ich bin schon mit meinem älteren Jungen zum Eltern-Kind-Kurs gegangen.» Inzwischen sei dieser dafür zu alt geworden und Teil einer Gruppe für ältere Kinder. «Die Stimmung ist immer sehr schön hier und die Ideen sind anregend, aber gleichzeitig super einfach umsetzbar zu Hause.»

Ein Ort der Vielfalt und des Kennenlernens

Neun Kinder nehmen jeweils mit einem Elternteil am Eltern-Kind-Kurs teil. Es ist der Kurs mit den jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Doch nicht nur deshalb werden die Kinder von ihren Eltern begleitet. «Sie können ein schönes Erlebnis teilen und dabei für zu Hause etwas Inspiration sammeln», erklärt Monika Kunz, während die Kinder und Eltern gemeinsam die verschiedenen Posten erkunden.

Als Primarlehrerin und kreativ Interessierte habe Kunz die fehlenden Ressourcen für Gestaltung in der Schule vermisst und deshalb im Jahr 2008 das KUKA ins Leben gerufen. «Wichtig war für mich, einen Ort zu schaffen, wo sich Kinder kreativ betätigen können und eine Vielfalt an Materialien und Techniken kennenlernen.»

Mit Sponsorengeldern und der Untervermietung der Räumlichkeiten versuche das KUKA die Kurse möglichst günstig anzubieten. «Wir möchten, dass möglichst viele Kinder von unserem Angebot profitieren können», betont Monika Kunz. «Deshalb bieten wir für spezifische Kurse auf Anfrage auch Rabatte an.»

Mit einer Glocke zieht Kunz die Aufmerksamkeit auf sich, sobald es Zeit wird zum Aufräumen. Kinder und Eltern packen mit an, waschen Farbe von Händen, Tellern und Bechern, wischen die Tische und verstauen ihre Kunstwerke. Am Schluss geht es zurück in den Kreis. Nach einer kurzen Verabschiedungsrunde ist der Eltern-Kind-Kurs für diese Woche auch schon wieder vorbei, doch die Vorfreude bereits wieder gross: Was es wohl am nächsten Freitag zu entdecken gibt?

Jetzt anmelden

Im kommenden Semester bietet das KUKA 13 verschiedene Angebote an, darunter Elki-Kurse, die Spielgruppe Werkzwerge und das Jugendatelier.

Alle Infos und das komplette Angebot unter

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