Vollgas für die Emmer Jugend

Drei Musketiere für die Jugend: Neu auch am Seetalplatz


Ihre Freizeit verbringen sie jeweils am liebsten tanzend, kletternd und reisend, doch im Beruf vereint das Team des Jugendbüros Ämme die Freude daran, Jugendliche während der formativen Phase ihres Lebens zu unterstützen. Seit Anfang Mai zählt das Team wieder drei Köpfe – und das ist nicht die einzige Neuerung.

Autorin: Larissa Brochella

Das Team des Jugendbüros Ämme freut sich über die neue Anlaufstelle am Seetalplatz. Von links: Janick Millasson, Iris Meier und Steffi Boo. (Bild: lbr)

Eine Veränderung kommt selten allein. Nebst dem neuen Teammitglied, dem Amateurfotografen und passionierten Kletterer Janick Millasson, darf das Jugendbüro Ämme gleich noch ein brandneues Angebot vorstellen. Eine Anlaufstelle inmitten des gut vernetzten und kreativ genutzten Containergartens NF49 am Seetalplatz ergänzt seit einigen Wochen die Mobile Jugendarbeit und das Treffangebot im ehemaligen Schulhaus Kolben. «Mit diesem umfassenden Angebot wollen wir unsere Sichtbarkeit stärken und deutlich machen, dass wir in der ganzen Gemeinde präsent und für die Jugendlichen der Gemeinde Emmen erreichbar sind», sagt Neuzugang Janick Millasson.

Das Alte und das Neue

«Die Möglichkeiten im Kolben sind genial, aber es ist kein Ort, an dem man einfach spontan vorbeikommt», erklärt Iris Meier. Das ehemalige Schulhaus Kolben befindet sich, umgeben von viel Grünfläche, unmittelbar neben dem Militärflugplatz und wird von den Jugendlichen aufgrund seiner dezentralen Lage eher selten als Ort für spontane Treffen genutzt.

Anders verhält es sich beim zweimal wöchentlich stattfindenden Jugendtreff im Kolben. Dieser bietet den Jugendlichen ein breites Angebot an Unterhaltungsmöglichkeiten und ein voll ausgestattetes Tonstudio, welches sich schon nach kurzer Zeit grosser Beliebtheit erfreute. Dennoch: Der Jugendtreff befinde sich noch in der Aufbauphase und es sei wichtig, sagt Steffi Boo, die Angebote des Jugendbüros noch bekannter zu machen. Diese richten sich primär an die jüngere Generation, doch steht das Jugendbüro den Anliegen der ganzen Bevölkerung offen. Sowohl das Tonstudio als auch die anderen Räumlichkeiten können gemietet werden. Interessierte sind herzlich eingeladen, das Team via Telefon, E-Mail oder WhatsApp zu kontaktieren.

Ein drittes Standbein

Vom neuen und zentraleren Standort auf der Zwischennutzung NF49 am Seetalplatz verspricht sich das junge Team vor allem eines: spontaner und intensiver in Austausch mit Emmerinnen und Emmer zu treten. «Wir haben viel Wissen, Informationen und Ressourcen, die wir gerne zur Verfügung stellen möchten, so zum Beispiel bei der Lehrstellensuche und im Bewerbungsprozess», erklärt Iris Meier. «Am Seetalplatz sind wir nah bei den jungen Menschen und können dadurch besser auf ihre Fragen und Ideen eingehen», zeigt sie sich überzeugt. Auch die Präventionsarbeit bei Themen wie Sucht, Gewalt und Sexualität gehört zu den wichtigen Aufgaben des Jugendbüros.

Das NF49 hat soziokulturellen Charakter und ist Teil der Lebenswelt der Jugendlichen, womit an der neuen Anlaufstelle optimale Rahmenbedingungen für unkomplizierte und spontane Begegnungen und Gespräche herrschen. Nicht zuletzt sind die Möglichkeiten im Rahmen der Zwischennutzung am Seetalplatz gross und es gibt viel Raum, Unterstützung und Offenheit für die Ideen, Projekte und Anliegen der Jugendlichen.

Steffi Boo

Die Studentin der Soziokulturellen Animation ist letzten Sommer zum Team des Jugendbüros Ämme gestossen und hat seither die Bereichsverantwortung für den Treff übernommen.

Die Umwelt und die Gleichstellung der Geschlechter sind ihr wichtig und sie setzt sich in ihrer Freizeit tatkräftig für diese Themen ein. Entspannung findet Steffi in der Natur und beim Tanzen.

«Am spannendsten finde ich es, mit den Jugendlichen Gespräche zu führen über Themen, die sie beschäftigen, und das gelernte jeden Tag in die Praxis einfliessen zu lassen.»

stephanie.boo@jugendbuero.ch

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Janick Millasson

Er studiert Soziale Arbeit an der Hochschule Luzern und ist das neuste Gesicht im Team. Seit dem 1. Mai ist Janick im Team des Jugendbüros dabei und hat die Bereichsverantwortung für die Mobile Jugendarbeit inne.

In seiner Freizeit ist er beim Klettern in schwindelerregenden Höhen anzutreffen oder erkundet die Welt über den Sucher seiner Spiegelreflexkamera.

«Es macht Freude, die Jugendlichen dabei zu unterstützen, ihren Platz in der Gesellschaft und dabei auch sich selbst zu finden.»

janick.millasson@jugendbuero.ch

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Iris Meier

Iris Meier hat die Bereichsverantwortung für die Anlaufstelle des Jugendbüros. Sie hat ihre Ausbildung zur Sozialarbeiterin FH mit 30 Jahren abgeschlossen und seither stetig Kinder und Jugendliche beraten und auf ihrem Lebensweg begleitet.

Auf ihren Reisen durfte Iris bereits zahlreiche Länder und Kulturen kennenlernen. Sie liebt ausserdem das Theater und das freie Schreiben.

«Immer schon hatte ich grosses Interesse daran, am Puls des Lebens zu sein. Es macht mir grosse Freude, bei der Umsetzung von kleineren und grösseren Projekten zu helfen, zu motivieren und für meine Mitmenschen da zu sein.»

iris.meier@jugendbuero.ch

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Jugendarbeit unterwegs

Die Mobile Jugendarbeit ist ein weiteres Angebot des Jugendbüros, welches den Zweck verfolgt, möglichst niederschwellig Kontakte zu den jungen Emmerinnen und Emmern aufzubauen und vor Ort ein offenes Ohr zu bieten. «Diese Form der Jugendarbeit ist von grosser Flexibilität geprägt und eröffnet neue Möglichkeiten in der Wahrnehmung von Konflikten und Anliegen der ganzen Gemeinde», erklärt Janick Millasson. Vor allem in Bezug auf Generationenkonflikte sei das sehr wichtig, betont er weiter. Dass die Jugendlichen in ihrer eigenen Lebenswelt aufgesucht werden, habe zudem den Vorteil, dass sie sich ungehemmter und freier fühlten.

«Wir bieten den Jugendlichen Freiraum, in dem sie sich ausprobieren können, unterstützen sie bei Projekten und begleiten sie auch in konflikt­reichen Zeiten.»


Iris Meier, Mitarbeiterin Jugendbüro Ämme

Informationen


Der Jugendtreff im ehemaligen Schulhaus Kolben findet jeweils am Mittwoch, von 14 bis 18 Uhr, und am Freitag, von 18 bis 22 Uhr, statt. Die Anlaufstelle auf dem NF49 am Seetalplatz ist jeweils am Mittwoch von 12 bis 14 Uhr und am Donnerstag von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zu den Angeboten des Jugendbüros Ämme erhalten sie über alle gängigen Kanäle.

WhatsApp +41 79 296 08 26

Telefon +41 41 280 40 25

In Zeiten der Corona-Pandemie hat die Mobile Jugendarbeit als Ergänzung zum Online-Kontakt eine bedeutsame Rolle eingenommen. Trotz den Möglichkeiten, die Social-Media und Co. heute bieten, sei dies eine herausfordernde Zeit, reflektiert Steffi Boo. Ein doppeltes Schutzkonzept und die regelmässigen Updates vom Bundesamt für Gesundheit BAG halten das kleine Team auf Trab. «Ich freue mich, wenn wir unsere Arbeit wieder freier gestalten können», besinnt sie sich. Schliesslich lebe die Jugendarbeit von den Beziehungen, die durch regelmässige und direkte Begegnungen aufgebaut werden.

«Wir bieten den Jugendlichen Freiraum, in dem sie sich ausprobieren können, unterstützen sie bei Projekten und begleiten sie auch in konfliktreichen Zeiten», meint Iris Meier. Mit der Mobilen Jugendarbeit und der neuen Anlaufstelle am Seetalplatz sollen die bestehenden Beziehungen in Zukunft noch stärker werden und wiederum neue entstehen können.

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