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Die Luzerner Stimmbevölkerung heisst den Neubau des Kantons in Emmenbrücke mit knapp 65 Prozent Ja-Stimmen gut. (Bild: zvg)

Kantonsverwaltung zügelt an den Seetalplatz

Mit rund 65 Prozent Ja-Stimmen heissen die Luzerner Stimmbürgerinnen und -bürger den Kredit über 177 Millionen Franken für den Bau des zentralen Verwaltungsgebäudes am Seetalplatz gut.

Der Luzerner Regierungsrat freut sich über die klare Zustimmung für das neue, kantonale Verwaltungsgebäude am Seetalplatz in Emmen. Finanzdirektor Reto Wyss sagt: «Mit dem Ja an der Urne stärken wir den Zusammenhalt im Kanton Luzern und fördern die neue und künftige Arbeitskultur bei den Mitarbeitenden.»

Auch Gemeindepräsidentin Ramona Gut-Rogger zeigt sich zufrieden mit dem Resultat und freut sich, dass der Seetalplatz mit dem Neubau an Attraktivität gewinnt: «Wir freuen uns, dass der Seetalplatz sich toll entwickelt und mit dem neuen Verwaltungsgebäude ein weiteres Element dazu kommt, welches das Zentrum zu einem attraktiven Arbeits- und Wohnort macht.»

Klares Votum für einen innovativen Kanton

Mit der neuen kantonalen Verwaltung am Seetalplatz entsteht für die Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons eine zentrale Anlaufstelle. Für 1450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird der Seetalplatz zum neuen Arbeitsort, der mit allen Verkehrsmitteln gut erschlossen ist. Im Jahr 2026 sollen die Verwaltungsangestellten den Neubau in Etappen beziehen.

Die Luzerner Stimmberechtigten heissen den Baukredit für das zentrale Verwaltungsgebäude am Seetalplatz in Höhe von 177,4 Millionen Franken an der Urne mit 64,9 Prozent Ja-Stimmen gut. Die Stimmbeteiligung beträgt 67 Prozent. Auf kommunaler Ebene beträgt der Ja-Stimmen-Anteil knapp 72 Prozent bei einer Stimmbeteiligung von 61,5 Prozent. (PD/pbu)

Wer repariert statt wegwirft, spart Geld und schont die Umwelt. (Bild: zvg)

Reparieren statt wegwerfen

«Das lohnt sich nicht», haben Sie bestimmt auch schon gehört, wenn Sie einen kaputten Gegenstand reparieren lassen wollten. Tatsächlich: Ein Neukauf ist oft günstiger als eine Reparatur.

Trotzdem spricht vieles dafür, die defekte Nähmaschine oder den Wasserkocher wieder fit zu machen, denn …

reparieren macht glücklich

Eine erfolgreiche Reparatur hinterlässt ein gutes Gefühl, selber etwas bewerkstelligt zu haben und unabhängig zu sein.

reparieren schützt die Umwelt

Aus ökologischer Sicht lohnt es sich mit wenigen Ausnahmen immer, ein Produkt vor dem Abfallkübel zu retten. Gibt man ihm ein zweites Leben, werden Ressourcen gespart und der Abfallberg von Elektroschrott, Möbeln und Kleidern wird verkleinert.

… reparieren macht schlau

Oft wissen wir nicht, wie Produkte und Geräte funktionieren. Wenn man Aufbau und Funktionsweise studiert, lässt sich das Problem manchmal leicht beheben und auf weitere Geräte und Lebenssituationen anwenden. Kinder haben oft Spass am Tüfteln und lernen Zusammenhänge besser praktisch als aus dem Lehrbuch.

… reparieren schafft soziale Kontakte

Nicht jeder und jede hat gleich viel Spass am Flicken und Reparieren. Es gibt Möglichkeiten, Unterstützung zu erhalten oder die Nähmaschine, den Stuhl oder das Spielzeugauto kostengünstig flicken zu lassen.

Fazit

Wenn Sie die Reparatur selber in die Hand nehmen, können Sie auf Dauer viel Geld sparen und tun etwas für sich und die Umwelt. (bir)

Causio & Company (v.l.): Claire Brunner-Häfliger, Backgroundgesang; Marcel Nellen, akustische und elektrische Gitarre, Mandoline; Franz Käch, Akkordeon; Werner Richli (Causio), Gesang, Mundharmonika; Martina Erzinger-Brun, Violine; Dani Abt, Schlagzeug; Christoph Dubach, Bassgitarre. (Bild: zvg)

Of Ämmebrogg chonsch gärn zrogg

Spätestens seit seiner Ausstellung mit der Collagenstory im Jahr 2019 ist der Name Causio (Werner Richli) vielen Emmerinnen und Emmern bekannt. Mit dem Projekt Causio & Company wagt sich der Künstler auf neues, musikalisches Terrain. Entstanden ist ein Album mit und aus Emmer Musikern.

Highlight des gleichnamigen Albums ist der Song «Ämmebrogg». Entstanden ist eine Kontrafaktur des durch die Beach Boys weltbekannt gewordenen Songs «Barbara Ann». Der Song falle ein wenig aus dem Rahmen, meint Werner Richli. Ein Gegengewicht zu den eher ruhigeren und melancholischen Liedern. «Es ist ein eingängiger, witziger Text und für Emmen mal etwas ganz anderes», beschreibt Richli den Song.

Mundartwerke

Musik spielt schon seit seiner Jugendzeit eine Rolle in Werner Richlis Leben. Seit 60 Jahren im Besitz einer Gitarre, begann sein musikalisches Tun indes erst vor einigen Jahren. Als die Pensionierung näher rückte, ging er mit seiner Gitarre in ein Musikgeschäft. Aus der Absicht, diese neu zu besaiten, wurde der Kauf einer neuen akus­tischen Gitarre. Das Musikfieber packte ihn, und da ihm die Lieder aus den Flegeljahren nicht mehr zusagten, beschloss er, eigene Lieder zu komponieren.

Klar war für Werner Richli: Die Texte werden in Mundart geschrieben. «Es wäre für mich total komisch gewesen, in einer Sprache zu schreiben, in der ich nicht bewandert bin und mich nicht ausdrücken kann.» Entstanden ist ein Album mit lyrischem Pop.

Einen musikalischen Traum erfüllt

Mit zwei Kollegen probte er drei Jahre lang in seinem Hobbyraum. Als ein Freund und Musikgefährte durch eine schwere Krankheit verstarb, verging Werner Richli die Lust am Musizieren. Die Idee der eigenen Musik wollte er dann aber doch realisieren. So formierte Richli eine Gruppe aus Freizeit- und Profimusikern und startete einen interessanten Lernprozess: Musik wie «richtige» Musiker machen. Seine Lieder hätten sich durch die neuen musikalischen Inputs weiterentwickelt. Jeder Musiker habe seine Freiheiten genossen und zum Endprodukt beigetragen. (jci)

CD-Taufe

Am 14. Januar 2022 um 19.30 Uhr findet in der Kirche Bruder Klaus die CD-Taufe statt. Die Gelegenheit, Lieder ab CD anzuhören und die Musikerinnen und Musiker kennenzulernen. Patin des Albums «Ämmebrogg» ist Gemeindepräsidentin Ramona Gut-Rogger. Der Anlass ist öffentlich zugänglich unter Einhaltung der geltenden Corona-Schutzmassnahmen (Zertifikatspflicht).

Sollte es zu einer kurzfristigen Absage kommen, wird dies auf der Website publiziert. Dort finden Sie auch mehr Infos zu Werner Richli und dem Projekt Causio & Company.

Der Eröffnungstag von 6020 Hilft auf NF49 am Seetalplatz wurde medial eng begleitet. Das Projekt sucht Unterstützung. Infos auf der Webseite (Bild: jci)

6020 Hilft – Gratisgeschäft für Bedürftige

«Wer hat, bringt – wer braucht, holt.» Im 6020 Hilft Container auf NF49 verteilen Emmer Schulklassen und Freiwillige gespendete Lebensmittel, Hygieneartikel und Kleider an bedürftige Menschen – das Projekt ist fulminant gestartet.

Unter grossem medialem Interesse hat der 6020 Hilft Laden am 24. November 2021 seinen Betrieb aufgenommen. In zwei gemieteten Containern (Food und Non-Food) auf NF49 am Seetalplatz werden seither zwei- bis dreimal wöchentlich gespendete Esswaren und Produkte des täglichen Bedarfs gratis an Armutsbetroffene abgegeben. Durchschnittlich 40 bis 50 Kundinnen und Kunden pro Tag nutzen das niederschwellige Angebot. Obwohl der Hauptfokus auf den Esswaren liegt, können auch andere Gegenstände durch die Bevölkerung zur Weitergabe gespendet werden. Zum Beispiel werden Pflegeprodukte, Tierfutter, Kleidung, Spiele und kleine Haushaltsgeräte auf Voranmeldung aufgenommen.

Sponsoren und Gönner sind willkommen

Die Betreiber von 6020 Hilft sind froh um jede Unterstützung – sei dies in Form von finanziellen Mitteln oder Naturalspenden (Esswaren und Pflegeprodukte für den Alltag). Dringend gesucht werden aktuell Regale und Gestelle. Auch freiwillige Helferinnen und Helfer sind stets willkommen. Für Infos und Kontaktaufnahme auf untenstehenden Button klicken. (pbu)

Anstossen kann man mit oder ohne: Der Dry January lädt dazu ein, mit Gewohnheiten zu brechen und bewusst auf Alkohol zu verzichten – was in manchen Situationen schwer fallen kann. (Bild: zvg)

Prost Gewohnheiten!

Am Freitag einen Apéro zum Wochenabschluss, am Samstag Rotwein zum feinen Znacht – und am Sonntag? Da wollte Nicole Tobler, Fachmitarbeiterin Prävention bei Akzent Prävention und Suchttherapie, bewusst auf Alkohol verzichten. Ob es ihr gelang, trotz Besuch des FCL-Matchs? Eines vorneweg: Mit Gewohnheiten zu brechen ist nicht leicht. Aber es lohnt sich.

Jetzt ist sie wieder da, die Zeit der Weihnachtsapéros, Familienfeste und Neujahrsessen. An diesen Anlässen konsumieren die meisten Alkohol. Wer keinen Alkohol trinkt, fällt auf. Weshalb gehört Alkohol bei diesen Anlässen dazu? Weil er schmeckt? Für eine ausgelassene Stimmung? Weil es schon immer so war?

Nicole Tobler trinkt an diesen Anlässen (fast) immer Alkohol. Manchmal nimmt sie sich vor, darauf zu verzichten. Das fällt sehr schwer, weil sie es sich gewohnt ist und viele Leute um sie herum auch trinken. Gelingt ihr der Vorsatz nicht, ist sie enttäuscht und fragt sich: Ist das noch Gewohnheit oder bin ich schon abhängig?

Anregungen?

So auch beim letzten FCL-Match, als sie sich nach zwei "Alkohol-Tagen" vorgenommen hatte, auf einen "Hattrick" zu verzichten. Als ihr Bruder zur Feier des 1:0 Bier besorgte und ihr ebenfalls einen Becher in die Hand drückte, konnte Nicole Tobler nicht widerstehen – zu gross war die Macht der Gewohnheit. Die Flinte ins Korn werfe sie deshalb nicht. Und die nächste Gelegenheit für eine Trinkpause bietet sich schon bald.

Im Rahmen des Dry January gönnen sich Millionen von Menschen auf der ganzen Welt ab Neujahr einen Monat ohne Alkohol. 7 von 10 Personen, die mitmachen, fühlen sich gesünder und haben mehr Energie. Mehr als die Hälfte verlieren Gewicht oder haben eine feinere Haut. Praktisch alle sparen Geld. Und auch langfristig zahlt es sich aus: Ganze 72% konsumieren auch nach sechs Monaten weniger Alkohol.

Sind Sie dabei? Auf die Gesundheit! Für weitere Infos zum Dry January und zu weiteren Angeboten klicken Sie auf untenstehenden Button. (PD/sst)

Neue Geschäftsführerin, neuer Vorstand, neue Ausrichtung: Die Kunstplattform Akku startet fulminant ins neue Jahr. (Bild: zvg)

Offener und jünger – Akku startet Neuausrichtung

Nach zwei Übergangsjahren richtet sich die Kunstplattform Akku inhaltlich und organisatorisch neu aus. Kern des Betriebes bleiben Kunstausstellungen sowie die Kunstvermittlung. Daneben will Akku mit Kultur- und Kommunikationsveranstaltungen ein zusätzliches und jüngeres Publikum ansprechen. Neue Geschäftsführerin ist Florence Anliker, neuer Stiftungspräsident Gemeinderat und Kulturdirektor Brahim Aakti.

Der Stiftungsrat möchte die Idee der Kunstplattform Akku weiterentwickeln: «Akku soll vielfältiger und dynamischer werden», teilt dieser mit. Kulturelle Rahmenveranstaltungen wie Konzerte, Performances und Lesungen sollen wieder aufgenommen werden und ein ambitioniertes Ausstellungsprogramm begleiten, gestaltet von Gastkuratoren. Neue akku-Formate wie Live-Kommunikation via Internet direkt aus den akku-Räumen oder private Anlässe wie beispielsweise Hochzeiten sollen die Lücken zwischen den Ausstellungen füllen. Mit der Öffnung erhofft sich der Stiftungsrat ein zusätzliches Publikum.

Florence Anliker neue Geschäftsführerin

Für die Umsetzung der neuen Strategie hat der Stiftungsrat Florence Anliker aus Unterendingen gewählt. Sie besitzt einen Master in Geschichte und Ägyptologie, war Projektleiterin von verschiedenen Ausstellungen in Museen der Kantone Aargau und Bern und wird nächsten Frühling berufsbegleitend eine Ausbildung in Kulturmarketing absolvieren. Die 31-Jährige wird Akku ab Januar 2022 operativ und administrativ führen. Florence Anliker tritt die Nachfolge von Karl Bühlmann an, der per Ende 2021 als Geschäftsführer zurücktritt. Karl Bühlmann hat die Kunstplattform Akku nach der Gründung im Jahre 2008 aufgebaut und seither geführt. Er ist zusammen mit seiner Frau Isolde Kulturpreisträger 2020 der Gemeinde Emmen.

Stiftungsrat erneuert

Im Zuge der Neukonzeption von Akku hat sich auch der Stiftungsrat neu konstituiert. Die Dienstältesten treten zurück, um die ehrenamtliche Arbeit in neue Hände zu legen. Per Ende 2021 ist dies Gründungspräsident Thomas Willi. Ebenfalls seit der Gründung im Stiftungsrat ist Kulturpreisträgerin Isolde Bühlmann dabei, die wie Hansruedi Rüfenacht (Stiftungsrat seit 2012) und Peter Liembd (seit 2014) per Ende 2021 zurücktreten.

Neu im Stiftungsrat sind Jacqueline Holzer, jüngst gewählte Direktorin der HSLU Design & Kunst, Jürg Meyer, aktiver Kulturveranstalter und Politiker aus Emmen, Ivan Malito, Marketingspezialist und alt-Einwohnerrat in Emmen. Neuer Stiftungspräsident wird per 1. Januar 2022 Brahim Aakti, Gemeinderat und Kulturdirektor von Emmen (bisher Mitglied). Die bisherigen Mitglieder Thomas Barbana und Walter Bucher verbleiben im Stiftungsrat.

Weiter Informationen zur Kunstplattform Akku sowie den Ausstellungen 2022 finden Sie auf der Webseite. (PD/pbu)