Das städtebauliche Gesamtkonzept liegt vor

Mit der Vorlage des städtebaulichen Gesamtkonzepts ist die erste Phase der Revision der Ortsplanung abgeschlossen. Am 17. Dezember 2019 diskutiert der Einwohnerrat über die Inhalte und damit über die Zukunft von Emmen.

Das Resultat der ersten Phase der Revision der Ortsplanung liegt in Form des städtebaulichen Gesamtkonzepts vor (siehe Kasten). Aufgezeigt wird darin, wie und wo sich Emmen entwickeln kann, vor allem aber auch, in welchen Gemeindeteilen der heutige Charakter erhalten bleiben soll.

Wozu ein städtebauliches Gesamtkonzept?

Das städtebauliche Gesamtkonzept dient als Grundlage für die Revision der Ortsplanung, die die Entwicklung der Gemeinde Emmen in den nächsten 15 Jahren steuert. Dabei stellt das Zukunftsbild – im Sinne einer Vision – auch dar, was über die nächsten 15 Jahre hinausgeht.


Das städtebauliche Gesamtkonzept behandelt die Themen Siedlungsräume, Grün- und Landschaftsräume sowie Verkehr mit den verschiedenen Formen der Mobilität. Die wichtigsten Aussagen des Konzepts sind:

01

UMGESTALTUNG DER STRASSEN-RÄUME ZU LEBENSRÄUMEN MIT AUFENTHALTS-QUALITÄT

02

ERHALT DER DURCHGRÜNTEN, KLEINTEILIGEN WOHNQUARTIERE IN DEN HANGLAGEN (WESTLICHE, NÖRDLICHE UND ÖSTLICHE GEMEINDETEILE) SOWIE EMMEN DORF

03

VERZICHT AUF SCHAFFUNG ZUSÄTZLICHER BAUZONENFLÄCHEN FÜR WOHNEN

04
ENTWICKLUNG VON QUALITÄTSVOLLEN UND DICHTEN ZENTRUMSGEBIETEN ENTLANG DER ACHSEN SEETALPLATZ BIS SPRENGI (GERLISWILSTRASSE) UND SEETALPLATZ BIS AUTOBAHNAUFFAHRT (SEETALSTRASS
E)

05
KONZENTRATION UND SCHAFFUNG HOCHWERTIGER ARBEITSPLATZGEBIETE

Wie ist es entstanden?
Das städtebauliche Gesamtkonzept ist das Ergebnis der Arbeiten des Teams «Städtebau», bestehend aus den Disziplinen Städtebau, Verkehr, Landschaft und soziokulturelle Entwicklung. Das Team hat sich in den letzten zwei Jahren eingehend mit Emmen auseinandergesetzt und die Potenziale zusammen mit möglichen Massnahmen herausgearbeitet. Emmen hat schon heute vielfältige Qualitäten, als Wohnort, aber auch als Ort mit Ausstrahlung, der für den Wandel von einer industriegeprägten hin zur neuen kreativen und dienstleistungsorientierten Gemeinde steht. Um das Potenzial richtig zu lenken und zu nutzen, braucht es jetzt die richtigen Festlegungen in den neuen Instrumenten der Ortsplanung.

Wie wurde die Bevölkerung einbezogen?
Wichtigste Grundlage für die Erarbeitung des städtebaulichen Gesamtkonzepts war der umfassende Austausch mit der Emmer Bevölkerung, der über Gespräche, Rückmeldungen per Mail oder Telefon und insbesondere durch die Online-Umfrage sehr gewinnbringend war. Die Umfrageergebnisse haben unter anderem gezeigt, dass es eine grosse Diskrepanz in der Wahrnehmung von Emmen gibt. Einerseits leben annähernd alle Befragten gerne oder sehr gerne in Emmen, andererseits wird die Wahrnehmung von aussen als negativ eingestuft. Eine gute Planung und Umsetzung der erhöhten Qualitätsanforderungen, die das städtebauliche Gesamtkonzept vorgibt, kann diesbezüglich einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung des Emmer Selbstbewusstseins leisten. Dazu braucht es immer zwei Seiten, einerseits die gesetzliche Sicherung und andererseits die Bereitschaft der Bevölkerung, diese mitzutragen und umzusetzen.

Wie geht es weiter?

Anschliessend an die Diskussion im Einwohnerrat startet die zweite Phase mit der planungsrechtlichen Umsetzung des städtebaulichen Gesamtkonzepts in die neuen gesetzlichen Grundlagen der Ortsplanung. Hier werden die Aussagen aus dem städtebaulichen Gesamtkonzept geschärft und in das neue Bau- und Zonenreglement und den neuen Zonenplan umgesetzt. Auch in diesem Prozess kommt dem Einbezug der Bevölkerung ein hoher Stellenwert zu.


Autorin: Christine Bopp, Projektleiterin Revision der Ortsplanung

Aufbau und Umfang des städtebaulichen Gesamtkonzepts

Das städtebauliche Gesamtkonzept besteht aus dem Zukunftsbild als Plan und dem zugehörigen Bericht. Das Zukunftsbild selbst bildet die Synthese aus den drei übergeordneten Konzepten Landschaft und Freiraum, Städtebau und Stadtentwicklung sowie Verkehr mit jeweils mehreren Teilkonzepten. Für Sie bestimmt ebenfalls interessant sind ab Kapitel 6 die Detailbetrachtungen Ihres Quartiers.

Das städtebauliche Gesamtkonzept ist einsehbar unter www.qualität-emmen.ch. Dort können Sie sich auch gleich für den Newsletter eintragen, um während des Prozesses der Ortsplanungsrevision jederzeit auf dem aktuellsten Stand zu bleiben.


Plakate mit Erläuterungen und der Bericht sind im EG der Gemeindeverwaltung bis 17. Dezember 2019 ausgestellt.

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